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Personalsuche im Internet

Onlinemarketing-Jobbörsen: Übersicht und Vergleich

Die Onlinemarketing-Branche boomt und der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern für Unternehmen wächst. Die Personal- und Jobsuche findet heute zum Großteil im Internet statt. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfälltig. Allgemeinen Jobbörsen wie die Jobbörse der Arbeitsagentur, Stepstone, JobScout24 oder monster.de bieten eine branchenübergreifende Suche nach Jobs. Die Suche über mehrere Jobbörsen bieten Jobsuchmaschinen. Daneben gibt es auch Branchenspezialisten wie Onlinemarketing-Jobbörsen. Sie haben sich auf die Personalvermittlung für Mitarbeiter im Onlinemarketing spezialisiert. Und wer freie Mitarbeiter sucht, für den gibt es Freelancer-Portale und Projektbörsen. Mit diesem Artikel erhalten Unternehmen eine Übersicht und einen Vergleich der verschiedenen Jobbörsen und Portale.
 

Ein Fachartikel von Markus Mattscheck


Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle gelangt wohl jeder auf die großen Stellenbörsen von JobScout24, Stepstone und Monster.de. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass die Anbieter nicht nur besonders groß sind, sondern auch jede Menge Werbung machen. Bei diesen Anbietern ist die Suche nach Stellen kostenfrei. Die Platzierung einer Stellenanzeige ist kostenpflichtig. Das ist generell bei vielen Jobbörsen der Fall, die sich auf diese Weise finanzieren. Vor allem Monster.de eilt ein guter Ruf voraus. Hier werden Stellen für Fach- und Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen angeboten. Hauptsächlich auf Fachkräfte bezogen ist dagegen experteer.

 

Weitere allgemeine Jobbörsen ohne konkrete Spezialisierung sind Kalaydo, Jobware, Gigajob.com und Stellenanzeigen.de. Eine Kombination aus sozialem Netzwerk und Jobbörse ist dagegen XING. Hier tummelt sich die Geschäftswelt, doch wer ein Premium-Profil möchte, der zahlt auch bei XING. Dennoch bieten sich gute Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und auch einen passenden Job zu finden.

 

Neben den allgemeinen Jobbörsen gibt es auch Jobsuchmaschinen. Sie listen die Stellenangebote von vielen Jobbörsen.  Bekannte Jobsuchmaschinen sind iCjobs, Kimeta, Jobroboter und JOBworld.

Onlinemarketing-Jobbörsen-Übersicht

Und dann gibt es spezalisierte Jobbörsen, die sich auf die Personalvermittlung für Mitarbeiter bestimmter Branchen ausgerichtet haben. Aber warum gibt es neben den großen Jobbörsen auch Spezialisten? Reichen die großen Portale nicht aus? Häufig spielt der finanzielle Anreiz eine Rolle. Denn auch mit Nischenportalen lässt sich gutes Geld verdienen. Und wer ein Newsportal oder Blog zu einem bestimmten Thema betreibt, der kann seinen Besuchern neben redaktionellen Informationen  auch Stellenangebote zu diesem Thema anbieten. Ein Beispiel hierfür ist onlinemarketing.de.

 

Es gibt aber auch reine Jobbörsen zum Onlinemarketing wie onlikes.de oder onlinemarketingjobs.de. Bei onlikes.de können Stellengesuche sogar kostenfrei eingestellt werden. Da stellt sich die Frage nach der Finanzierung des Portals? Ich habe mit Hans Leger von onlikes.de über seine Motivation gesprochen.

Ihr nehmt kein Geld für das Einstellen von Stellengesuchen. Warum und bleibt das zukünftig auch so?

Hans Leger: Mit dem Relaunch im Dezember 2012 haben wir uns entschlossen auch das Geschäftsmodell zu ändern um einfach eine maximale Reichweite zu erzielen. Daher bieten wir für Unternehmen das Einstellen von Jobs nun kostenlos an, damit die Personaler keinerlei Hemmschwellen mehr überwinden müssen. Dadurch erhoffen wir uns mittel- bis langfristig natürlich eine maximale Reichweite bei der Darstellung der offenen Stellen im Onlinemarketing. Wodurch wir wiederum für alle Jobsuchenden aus dem Bereich besonders interessant sind. Solange wir unseren Aufwand über Werbeeinnahmen finanzieren können, sind wir mit dem Modell glücklich. Wir haben das Ganze auch gemacht, weil es uns einfach Spaß macht.

Finanziert Ihr Euch rein über Werbeeinnahmen?

Neben den Werbeeinnahmen, wollen wir uns auch über Angebote für Premium Partner sowie der Möglichkeit zur Buchung prominenteren Platzierungen („Featured Anzeige“) finanzieren.

Wo sollten Unternehmen und Personalberater Ihre offenen Onlinemarketing-Stellen ausschreiben?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Jobbörsen-Nutzer-Umfrage 2009 hat ergeben, dass 87 % der Jobsuchenden mehr als eine Jobbörse nutzen. Dringlichkeit und Budget beeinflussen die Entscheidung zusetzlich. Denn wenn ein Unternehmen eine Stelle schnellstmöglich besetzen möchte und entsprechendes Budget bereithält, dann ist die Platzierung auf mehreren Portalen sinnvoll. Gibt es kein oder wenig Budget für Stellenausschreibungen, dann müssen sich Unternehmen auf ein Portal festlegen oder auf kostenfreie Möglichkeiten zurückgreifen. Und wer Mitarbeiter aus dem Onlinemarketing benötigt, der sollte sich auch die spezialisierten Onlinemarketing-Jobbörsen anschauen.

 

Nachfolgende Tabellen geben eine Übersicht zu allgemeinen Jobbörsen, Jobsuchmaschinen und Onlinemarketing-Jobbörsen mit Informationen zum Vergleich.

Übersicht und Vergleich der bekanntesten Jobbörsen

 

Jobbörse

Stellenangebote

Reichweite (1)

Preis pro Stellenanzeige

Zeitraum

Zufriedenheit der Nutzer (2)

Meinestadt.de

346.105

75 (3)

490 Euro (4)

28 Tage

1,8

Arbeitsagentur

336.890

82

keine Angaben

keine Angaben

2,2

Jobs.de (ehemals Jobscout24)

über 250.000

1.198

ab 395 Euro (5)

30 Tage

1,9

Gigajob.com

173.880

9.077

Standard ist kostenfrei

30 Tage

1,9

Experteer

über 80.000

1.897

keine Angaben

keine Angaben

2,0

Stepstone

49.304

175

ab 725 Euro

30 Tage

1,8

Monster.de

32.487

350

ab 645 Euro

14 Tage

2,0

XING Jobs

8.231

25 (6)

ab 395 Euro (7)

30 Tage

2,0

Kalaydo

7.344

7.602

ab 590 Euro

42 Tage

1,7

Stellenanzeigen.de

5.654

1.179

ab 450 Euro

14 Tage

1,9

Jobware

3.875

2.565

ab 995 Euro

4 Wochen

1,7

FAZjob.net

1.367

5.912

ab 870 Euro

30 Tage

1,8

Job24

566

151.614

ab 330 Euro

8 Wochen

2,0

 

Stand Januar 2013

(1) Reichweite nach Alexa-Traffic-Rang Deutschland - je niedriger der Wert, desto höher ist die Reichweite

(2) Jobbörsen-Nutzer-Umfrage 2009 / Benotung nach dem Schulnotensystem

(3) Rang gitl für meinestadt.de. Ein Rang für die Jobbörse von meinestadt.de wird nicht ermittelt

(4) auch ab 0,55 Euro pro Klick buchbar

(5) Preis für eine Stellenanzeige bei careerbuilder.de, jobs.de (ehemals jobscout24.de)

(6) Rang gitl für XING. Ein Rang für XING Jobs wird nicht ermittelt

(7) auch ab 0,85 Euro pro Klick buchbar

Übersicht und Vergleich von Jobsuchmaschinen

Jobbörse

Stellenangebote

Reichweite (1)

Preis pro Stellenanzeige

Zeitraum

Zufriedenheit der Nutzer (2)

iCjobs

2.115.669

4.760

595 Euro

30 Tage

1,6

Kimeta

1.603.562

599

ab 195 Euro

30 Tage

1,6

JobRobot

474.489

4.345

ab 75 Euro

7 Tage

1,6

JOBworld

über 400.000

2.389

ab 995 Euro (3)

30 Tage

1,7

 

Stand Januar 2013

(1) Reichweite nach Alexa-Traffic-Rang Deutschland - je niedriger der Wert, desto höher ist die ReichweiteJobbörsen

(2) Nutzer-Umfrage 2009 / Benotung nach dem Schulnotensystem

(3) Stellenanzeige erscheint in vielen führenden Jobbörsen

Übersicht und Vergleich Onlinemarketing-Jobbörsen

Für Unternehmen, die neue Mitarbeiter im Onlinemarketing suchen, eignen sich einige spezialisierte Jobbörsen, Infoportale und Blogs. Wer auf der Suche nach qualifizierten Bewerbern ist, sollte sich auch mit den Spezial-Jobbörsen auseinander setzen. Dieser Ansicht ist auch der Branchenexperte Dr. Wolfgang Achilles von Jobware. Hier ein Video-Interview dazu:

 

 

Jobbörse

Stellenangebote

Preis pro Stellenanzeige

Zeitraum

seojobboerse.de 150 kostenlos 90 Tage

onlinemarketing.de/jobs

49

199 Euro

30 Tage

onlikes.de

9

399 Euro (1)

unbeschränkt

seo-united.de/blog/jobs

16

kostenlos

keine Angaben

internetworld.de/stellenmarkt

22

500 Euro

4 Wochen

onlinemarketingjobs.de

65

100 Euro

30 Tage

adrockers.com 11 30 Euro 30 Tage

 

(1) Jahresbetrag. Anzahl der Stellenausschreibungen ist unbegrenzt

Stand Januar 2013

Freie Mitarbeiter helfen bei personellen Engpässen und für spezielle Projekte

Wer keine neuen Mitarbeiter einstellen möchte oder keine Mitarbeiter findet, für den können Freelancer-Portale und Projektbörsen sehr hilfreich sein. Hier können Unternehmen die zu erledigenden Aufgaben / Projekte veröffentlichen oder passende Freelancer suchen. Das Einstellen von einzelnen Projekten ist häufig kostenfrei. Die meisten Portale verdienen Ihr Geld mit Premium-Accounts, die den Unternehmen / Projektanbietern und den Freelancern mehr Möglichkeiten bieten.

Übersicht und Vergleich von Freelancer-Portalen und Projektbörsen

Portal

Anzahl an Freelancern / Experten

Projektangebote (1)

twago

179.881

21.148

GULP

80.000

1.090

projektwerk

27.956

988

freelance.de

26.775

5.845

freelancermap 17.443 10.359

Freiberuflervermittlung

370

1.170

Freelancercheck

544

3.625

XING Projekte k. A. 2.114

 

(1) Stand Januar 2013

 

Das sind nun aber genügend Informationen und Vergleiche. Wer noch mehr Daten und Fakten zu Jobbörsen benötigt findet diese im Crosswater Jobbörsen-Verzeichnis, dem "Who-is-who" der Recruiting-Welt.

Fazit

Das Internet bietet Unternehmen und Personalberater eine Vielzahl an Jobbörsen. So gibt es im Onlinemarketing neben den bekannten Jobbörsen auch spezialisierte Onlinemarketing-Jobbörsen oder Stellenmärkte auf Infoportalen oder Blogs. Trotz der geringeren Reichweite als die großen Jobbörsen, kann sich die Platzierung von Stellenanzeigen bei den Spezialisten lohnen. Denn viele qualifizierte Mitarbeiter haben einen Job und sind nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Sie werden die Generalisten nicht regelmäßig aufsuchen oder Suchprofile anlegen. Anders bei den Spezialisten, denn wer sich in einem Infoportal oder Blog die Artikel durchliest, der macht sicherlich gerne einen Abstecher in aktuelle Stellenausschreibungen aus seiner Branche. Und wer keine festen Mitarbeiter einstellen möchte oder eine offene Stelle nicht adäquat besetzen kann, dem bieten Projektbörsen und Freelancer-Portale wertvolle Unterstützung.

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Onlinemarketing-Jobbörsen: Übersicht und Vergleich
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