Social Media (deutsch: soziale Medien) findet Verwendung als Überbegriff für Medien, in denen Internetnutzer Erfahrungen, Meinungen, Eindrücke oder Informationen austauschen und Wissen sammeln (englisch: User Generated Content, UGC).
Zu diesen Medien zählen Foren, Weblogs und Micro-Blogs wie twitter, soziale Netzwerke (zum Beispiel XING, facebook, LinkedIn, MySpace, StudiVZ oder wer-kennt-wen), Social-Bookmark-Portale (zum Beispiel Mister Wong, oneview, delicious, Digg oder LinkARENA), Wikis wie Wikipedia, Auskunftsportale (zum Beispiel wer-weiss-was oder gutefrage.net), Photo-, Musik-, Video- oder Document-Sharing-Portale (zum Beispiel Picasa, flickr, YouTube, sevenload, slideshare, MyVideo, Scribd oder last.fm) sowie Bewertungsportale (zum Beispiel QYPE, Idealo, oder ciao!).
Wer sind die Social Media Nutzer?
Trendstream hat die Erhebung "Global Web Index 2009" durchgeführt und kommt zu dem Ergebnis, dass 32 % aller Internetnutzer in Deutschland ein Profil in mindestens einem sozialen Netzwerk besitzen. 31 % der deutschen Internetnutzer veröffentlichen Fotos und weitere 10 % verfassen Artikel in Weblogs.
Private und geschäftliche Interessen vermischen sich in den sozialen Medien. Für Unternehmen stehen die klassischen Kommunikationsziele im Vordergrund – Image, Bekanntheit, Kundengewinnung und Kundenbindung.
Nutzen Unternehmen Social Media für ihre Zwecke, nennt man dies Social Media Marketing. Hierbei treten sie in den direkten Dialog mit der Zielgruppe. Allerdings gilt es, die Chancen und die Risiken des öffentlich geführten Dialogs zu kennen. Wird Social Media Marketing falsch angewandt, wird aus dem erhofften Erfolg schnell ein Misserfolg.
Für welche Unternehmen ist Social Media Marketing relevant?
Grundsätzlich gilt: Jedes Unternehmen sollte sich mit dem Thema Social Media befassen. Es ist wichtig herauszufinden, inwiefern die eigene Zielgruppe soziale Medien nutzt und ob die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen in den sozialen Medien besprochen werden. Suchen Sie hierzu in den sozialen Medien oder in allgemeinen Suchmaschinen nach Ihrem Firmen- und Markennamen. Suchen Sie zusätzlich nach Schlagworten zu Ihrem Angebot. Es ist hilfreich, die Suche als Frage zu formulieren. Die Ergänzung der Abfrage durch „Bewertung“ kann ebenfalls interessante Treffer liefern.
Stellt sich heraus, dass Ihr Angebot in den sozialen Medien thematisiert wird, müssen Sie die Entscheidung treffen, ob Sie Social Media Marketing aktiv betreiben möchten. Bei dieser Einschätzung helfen Ihnen die folgenden Fragen:
- Wird Ihr Angebot häufig kritisch thematisiert?
- Lassen sich die Diskussionen durch Ihre Informationen zum Positiven beeinflussen?
- Hat Ihr Angebot einen echten und einfach zu kommunizierenden Mehrwert?
- Können Sie durch den Dialog in sozialen Medien sogar Kunden gewinnen oder alte Kunden binden?
- Haben Sie kommunikationssichere Mitarbeiter, die aktives Social Media Marketing in ihrer Arbeitszeit betreiben können?
Fazit:
Die Kommunikation wird durch soziale Medien verändert. Markenhersteller im Konsumerbereich betreiben schon heute aufwändiges Social Media Marketing. Die Nutzung der sozialen Medien im Business-to-Business ist derzeit noch nicht so stark vorangeschritten. Social Media Marketing ist nicht die Pflicht, sondern die Kür im Onlinemarketing. Unternehmen sollten sich mit diesem Thema befassen, um die Potenziale für sich einschätzen zu können.
media-TREFF.de-Webinar: Social Media - auf welchen Plattformen muss ich präsent sein ohne mich zu verzetteln?
Die Aufzeichnung des Webinars mit Dr. Torsten Schwarz gibt auf diese Frage wertvolle Antworten.
Tagged: Blogs, Foren, Markenbildung, Maßnahme, Online-PR, Social Media, Trends, Web 2.0, Zielgruppenansprache


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