Onlinehandel in Deutschland

E-Commerce 2021 – Der aktuelle Stand verschiedener Sparten

Umsätze im Onlinehandel in Deutschland - 1999 bis 2019

Umsätze im Onlinehandel in Deutschland - 1999 bis 2019

E-Commerce hat in den letzten Jahrzehnten ein rasantes Wachstum erlebt. Immer mehr Menschen kaufen die unterschiedlichsten Produkte online. Dabei können verschiedene Branchen satte Gewinne erzielen. Wie ist der aktuelle Stand im E-Commerce? Welche Sparten haben in diesem Sektor hohe Umsätze und großen Erfolg?

 

Ein Fachartikel von Markus Mattscheck

 

Über den Inhalt

 

Zum Einstieg: Ein kurzer geschichtlicher Überblick

Erste Varianten des E-Commerce wurden bereits von mehreren Jahrzehnten entwickelt. In den 70ern gab es mit Vorläufern des Internets Transaktionen, allerdings eher als Versuch und weniger für eine kommerzielle Nutzung. Im Laufe der 80er-Jahre wiederum gab es erste virtuelle Käufe mit dem sogenannten Bildschirmtext.

 

Dieser war sowohl über den Fernseher als auch über den Computer nutzbar. Einige große Versandhäuser boten ihren Käufern diese Möglichkeit bereits damals an. Allerdings wurde das System aufgrund von hohen Kosten und einer vergleichsweise komplizierten Anwendung von einer vergleichsweise geringen Zahl von Verbrauchern genutzt.

 

Die Verbreitung des Internets nahm in den 90er-Jahren rasant zu. In diesem Rahmen wurde der Online-Handel ebenfalls zu einem relevanten Thema. Erste Shops erkannten bereits früh die potenziellen Gewinne, die durch das Internet möglich wurden.

 

So gibt es beispielsweise eBay und Amazon bereits seit Mitte der 90er-Jahre. Beide Plattformen haben sich relativ schnell zu echten Größen und Vorreitern des E-Commerce entwickelt, was unter anderem in der einfachen und günstigen Nutzung begründet liegt.

Denn nicht nur die Unternehmen erkannten die Potenziale und Vorteile, sondern auch die Endverbraucher. In den darauffolgenden Jahren eröffneten immer mehr virtuelle Anbieter ihre Pforten, die Diversität der Möglichkeiten stieg.

 

Auch die Beliebtheit des Online- Shoppings nahm in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich zu. Dies lässt sich unter anderem daran erkennen, dass die Umsätze in diesem Bereich zwischen den Jahren 1999 und 2019 stetig gewachsen sind.

Umsätze im Onlinehandel in Deutschland - 1999 bis 2019

Bekannte und große Allround-Shops

Nach wie vor haben eBay und Amazon eine herausgehobene Position am Markt. Beide Anbieter ermöglichen den Handel mit Produkten aus unterschiedlichen Bereichen, sie sind also eine Art Allrounder.

eBay

Der Fokus von eBay lag dabei anfangs vor allem auf Auktionen und auf einer Funktion als Plattform. So konnten dort Privatpersonen sehr einfach gebrauchte Gegenstände verkaufen. Diese Charakteristika haben sich in großen Teilen bis heute gehalten. Mittlerweile bieten jedoch gleichermaßen gewerbliche Anbieter verschiedene Produkte auf der Plattform an. Ab welchem Punkt ein Händler bei eBay als gewerblich einzustufen ist, ist juristisch geregelt.

 

Im Jahr 2020 konnte die Plattform satte Umsätze und Gewinne verzeichnen. Die Umsätze steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent. Der Weihnachtsumsatz war sogar um 28 Prozent höher als im Jahr 2019.

 

Noch größer ist die Differenz bei den Netto-Gewinnen. Diese konnten zwischen 2019 und 2020 um 68 Prozent gesteigert werden. Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, welche hohe Relevanz eBay nach wie vor am Markt hat.

 

Vermutlich sind die Zahlen allerdings zumindest in Teilen dem Anstieg des virtuellen Handels aufgrund der Corona-Krise, der sich im Jahr 2020 für verschiedene Sparten beispielsweise in Deutschland sehr deutlich zeigte, geschuldet.

 

Die Grundlagen für die satten Umsätze wurden jedoch bereits zuvor geschaffen. So konnte die Plattform die Zahl ihrer aktiven Kunden in den letzten zehn Jahren massiv steigern. Zudem werden immer wieder saisonale Aktionen oder Gutscheine für verschiedene Produkte angeboten, die den Kunden einige Vorteile bringen.

Amazon

Amazon konnte im Jahr 2020 ebenfalls vom stark wachsenden Online-Handel profitieren. Der Umsatz in Deutschland wurde um ungefähr 33 Prozent auf mehr als 24 Milliarden Euro gesteigert. In anderen Ländern, beispielsweise in den USA und Großbritannien, war der Zuwachs sogar um einiges deutlicher.

 

Bereits im Vorjahr waren die Erlöse hierzulande um mehr etwas mehr als 10 Prozent gestiegen. Dies könnte als ein Anhaltspunkt dafür gewertet werden, dass Amazon durch die Krise zwar umfangreicher wachsen kann, allerdings auch unabhängig von Corona satte Zugewinne bei den Umsätzen verzeichnet.

 

Die Beliebtheit bei den Kunden ist ungebrochen. Unter anderem liegt dies wohl im großen Namen und der Marke begründet, die sich Amazon seit mehreren Jahrzehnten aufgebaut hat. Die Diversität der Produkte spielt sicherlich ebenfalls eine Rolle. Und natürlich spielt die Usability bei der Suche und der einfachen und professionellen Handhabung bei automatisierten Prozessen wie der Bestellabwicklung, Retouren oder Beschwerden eine erfolgsentscheidende Rolle.

 

Zudem ist das Unternehmen darauf bedacht, das Einkaufen für die Kunden durch verschiedene Möglichkeiten zum Sparen besonders attraktiv zu gestalten. Dazu gehören unter anderem Vergünstigungen beim Versand oder Vorteile für Studenten. Hinzukommen Rabatt-Gutscheine sowie die Option, durch den Kauf von gebrauchten Artikeln im Rahmen der sogenannten Warehouse-Deals zu sparen.

 

Des Weiteren ist Amazon neben dem Online-Handel in anderem Bereichen ebenfalls aktiv. Dazu gehören unter anderem:

  • das Anbieten von Clouds
  • Lieferdienste
  • Streaming
  • Logistik

Das Unternehmen hat also in den letzten Jahrzehnten immer mehr Sektoren für sich entdeckt und sich zu einer wichtigen Marke in den verschiedensten Sparten entwickelt.

E-Commerce im Bereich Textilien

Neben den Allround-Shops, die verschiedene Waren anbieten, gibt es für einzelne Produkte und Lebensbereiche eine zunehmende Zahl von Anbietern, die sich entsprechend spezialisiert haben. Hierbei spielt unter anderem der Handel mit Kleidung eine große Rolle.

Bereits im Jahr 2017 betrug der weltweite Online-Umsatz im Bereich Fashion 431 Milliarden Euro. Laut einer Prognose soll er bis zum Jahr 2023 auf deutlich über 750 Milliarden Euro wachsen. Die Zahlen sind ein deutlicher Beleg dafür, welche Potenziale diese Sparte im E-Commerce hat.

 

Auch hierzulande liegen die Umsätze des Fashion-E-Commerce seit einigen Jahren im zweistelligen Milliardenbereich. Dabei haben sich eine Reihe von bekannten Anbietern und Markennamen etabliert. Zu den größten Playern des Online-Handels mit Mode in Deutschland zählen neben einigen weiteren:

  • Zalando
  • About You
  • ASOS

Zalando

Zalando bietet auf seiner Webseite Bekleidung, Schuhe sowie Produkte aus anderen Segmenten wie dem Bereich der Kosmetik an. Das Unternehmen hat einen Sitz in Berlin und wurde im Jahr 2008 in Deutschland gegründet.

 

Im Vergleich zu Amazon oder eBay ist es also verhältnismäßig jung. Dennoch ist Zalando seit seiner Gründung für viele Konsumenten durch eine umfangreiche Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit zu einem bekannten Markennamen herangewachsen.

 

Der Umsatz, den das Unternehmen im letzten Jahr erwirtschaften konnte, weist ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr aus. Insgesamt betrug er für das Jahr 2020 acht Milliarden Euro.

 

Im Vergleich zum Vorjahr 2019 entspricht dies einer Steigerung von 23 Prozent, also etwas weniger als ein Viertel. Für das Jahr 2021 peilt Zalando an, Umsätze von ungefähr 10 Milliarden Euro zu erwirtschaften und so erneut einen deutlichen Zuwachs zu verbuchen.

About You

About You wiederum wurde erst im Jahr 2014 gegründet, ist also noch jünger als Zalando. Das Unternehmen gehört zur Firma Otto und hat seinen Sitz in Hamburg. About You bietet Bekleidung, Schuhe und Accessoires an.

 

Vor allem bei jungen Erwachsenen ist das Unternehmen beliebt. About You kann seit dem Geschäftsjahr 2016/2017 jährlich einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich erwirtschaften, der in den darauffolgenden Jahren immer wieder deutlich gesteigert wurde.

Daher ist es wenig verwunderlich, dass das Unternehmen sich zum Ziel gesetzt hat, im Jahr 2021 die Umsatzmarke vor einer Milliarde Euro zu knacken. Gleichzeitig wird der Gang an die Börse geplant und vorbereitet. Das Beispiel zeigt, wie erfolgreich Mode-Unternehmen im E-Commerce bereits nach wenigen Jahren sein können.

ASOS

ASOS wiederum wurde nicht in Deutschland gegründet, sondern in Großbritannien. Im Gegensatz zu Zalando und About You ist der Händler bereits etwas mehr als zwei Jahrzehnte alt. Auch ASOS bietet Kleidung, Schuhe, Accessoires sowie Produkte aus dem Kosmetik-Bereich.

 

Der Shop konnte die Umsätze im Jahr 2020 ebenfalls deutlich steigern. Sie betrugen zwischen September 2019 und August 2020 über 3 Milliarden Pfund. Das entspricht einer Steigerung von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

Einen Großteil dieser Erlöse erwirtschaftet das Unternehmen außerhalb Großbritanniens. Während im Vereinigten Königreich 1,175 Milliarden Pfund generiert wurden, waren es in anderen Ländern 1.995 Milliarden Pfund. Dieser Umstand kann als Anhaltspunkt dafür gewertet werden, dass der Online-Handel im Bereich der Textilien im internationalen Rahmen gleichermaßen gut funktionieren kann.

E-Commerce im Bereich Uhren und Schmuck

Uhren und Schmuck sind ebenfalls Produkte, die im Bereich des E-Commerce eine Rolle spielen. Dabei sind massentaugliche und bezahlbares Accessoires dieser Art sowie Luxusprodukte von Bedeutung.

Anbieter und das Geschäftsjahr 2020

Uhren und Schmuckstücke finden sich in den verschiedensten Stores. Dazu gehören neben vielen Weiteren:

  • Galeria
  • Christ
  • Amazon
  • spezialisierte Shops für Luxusuhren

Bereits diese Beispiele machen deutlich, dass viele Große Shops, die diverse Waren anbieten, solche Artikel ebenfalls im Sortiment haben. Daneben gibt es einige Juweliere, die den E-Commerce für sich entdeckt haben. Zusätzlich haben viele Hersteller eigene Online-Shops, in welchen die Ware dem Endkunden direkt offeriert wird.

 

Allerdings konnten die Online-Zuwächse anderer Sparten, die im Jahr 2020 zu erkennen waren, in diesem Segment nicht umgesetzt werden. Vielmehr brachen die Verkäufe von Uhren und Schmuck im Netz ein.

 

Im Weihnachtsgeschäft war dann wieder ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Allerdings war diese Steigerung deutlich geringer als beispielsweise in der Bekleidungsbranche.

Marktplätze für Luxusuhren

Anders sieht es hingegen bei Online-Marktplätzen für Luxusuhren aus. Auf solchen Plattformen können entsprechende Modelle von bekannten Marken in Preisklassen des vier-, fünf- und sechsstelligen Bereiches erworben werden.

 

Die Möglichkeit des Verkaufens steht dabei je nach Portal Privatpersonen sowie gewerblichen Händlern offen. Die Webseite selbst ist in vielen Fällen kein Shop, sondern bietet ausschließlich die Plattform für den Handel.

 

Zu den bekannten Anbietern in diesem Segment gehört unter anderem Chrono24. Das Unternehmen kann laut einem Artikel des Handelsblattes aus dem Dezember 2020 für das entsprechende Jahr einen Zugewinn verbuchen – ein deutliches Zeichen in einer Zeit, in der die Branche insgesamt eher in einer Krise steckt.

E-Commerce im Bereich Essen & Trinken

Im Bereich der Kulinarik gibt es ebenfalls E-Commerce auf verschiedenen Ebenen. Die Produkte und Speisen werden sowohl von großen Einkaufsketten als auch von spezialisierten Shops und einzelnen Restaurants vertrieben.

Deutliches Wachstum im Jahr 2020

Insgesamt erlebte der Lebensmittelhandel im Internet im Jahr 2020 einen großen Boom. Dabei konnte diese Sparte in der Relation zu anderen Branchen einen besonders hohen Anstieg verzeichnen. Er lag im Vergleich zum Vorjahr bei 67 Prozent.

 

Dies belegt, wie wichtig dieses Segment während der Corona-Krise für die Verbraucher geworden ist. Möglicherweise werden zumindest Teile des Anstiegs auch nach der Pandemie erhalten bleiben und sich fortsetzen, da einige Verbraucher die Vorteile des E-Commerce im Bereich Lebensmittel erkennen könnten. Zudem waren die Umsätze des Segments bereits in den Jahren zuvor kontinuierlich gewachsen.

Lieferdienste

Die Lieferdienste für Speisen zählen ebenfalls zu den Profiteuren des letzten Jahres. Sie konnten 2020 ein starkes Umsatzwachstum verzeichnen. Dieses zeigt sich auch und vor allem im Bereich des Bestellens im Internet. So konnte beispielsweise der Anbieter Just Eat Takeaway (unter anderem Lieferando gehört zu dieser Firma) bereits im ersten Halbjahr 2020 knapp ein Drittel mehr Bestellungen verbuchen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

 

Verschiedene Meldungen zeigen, dass Lieferando selbst im gleichen Zeitraum ebenfalls ein starkes Wachstum hatte. Bereits Prognosen der Vorjahre hatten dem Segment einen Zugewinn vorhergesagt. Das Ausmaß allerdings ist sicherlich zumindest in relevanten Teilen auf die vorübergehende Schließung von Restaurants im Rahmen von Phasen des Lockdowns zurückzuführen.

E-Commerce im Bereich Mobilität

Auch im Bereich der Mobilität spielt das Thema E-Commerce eine wachsende Rolle. Vor allem Autos und Fahrräder sind in diesem Segment relevant.

E-Commerce mit Autos

Der Online-Handel mit Neuwagen war bisher nicht sonderlich ausgeprägt. Bereits im Jahr 2019 sagte eine Studie allerdings voraus, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern könnte.

 

Eine Befragung aus dem gleichen Jahr machte deutlich, dass relevante Teile der europäischen Verbraucher allgemein durchaus offen dafür sind, ein Auto online zu kaufen. Dabei spielen vor allem die visuelle Aufbereitung des entsprechenden Modells auf der Webseite des Anbieters sowie ausreichende Informationen zum Wagen eine entscheidende Rolle.

 

Andererseits besteht online eine breite Angebotspalette an Gebrauchtwagen, die sowohl von entsprechenden Händlern als auch von Privatpersonen offeriert werden. Das Geschäft selbst findet allerdings häufig offline statt, mit einer entsprechenden Begutachtung des Modells sowie eventuell einer Probefahrt.

 

Die Portale dienen dementsprechend eher als Plattform für den Kontakt. Bekannte Webadressen in diesem Bereich, die oft genutzt werden und durch umfangreiche Werbeaktionen auf sich aufmerksam machen, sind unter anderem:

  • mobile.de
  • autoscout24.de

E-Commerce mit Fahrrädern

Der Online-Handel mit Fahrrädern ist in den letzten 10 Jahren stetig gewachsen. Der Anteil des Umsatzes mit Modellen, die online vertrieben wurden, stieg im Verhältnis zum Gesamtumsatz von Jahr zu Jahr deutlich an.

 

Im Jahr 2020 lag er bei insgesamt 28 Prozent. Dabei werden sowohl Versandhändler als auch Online-Verkäufe des Fachhandels berücksichtigt. Die Entwicklung zeigt, dass die Verbraucher in diesem Bereich der Mobilität ebenfalls zunehmend auf den bequemen Weg des E-Commerce zurückgreifen.

E-Commerce im Bereich Unterhaltung

Der E-Commerce im Unterhaltungssektor ist in den letzten zwei Jahrzehnten enorm gewachsen. Das zeigt sich unter anderem allein daran, dass über diesen Zeitraum immer weniger CDs und DVDs verkauft wurden. Die Verbraucher konsumieren Musik und Filme mittlerweile sehr umfassend auf verschiedenen Online-Wegen.

Die Filmbranche

Filme werden heutzutage von vielen Konsumenten bei diversen Anbietern gestreamt oder virtuell ausgeliehen. Zu den bekanntesten Akteuren in diesem Bereich zählen unter anderem:

  • Netflix
  • Amazon Prime Video
  • Sky Ticket
  • Apple TV

Netflix beispielsweise besteht bereits seit 1997, hat allerdings in den letzten Jahren rapide an Popularität und Nutzern gewonnen. 2020 war dabei besonders erfolgreich. Hier konnte das Portal eine deutliche zweistellige Zahl an Nutzern hinzugewinnen und die Umsätze massiv steigern. Sie lagen bei ungefähr 25 Milliarden US-Dollar.

 

Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nicht nur Netflix ist erfolgreich, andere Anbieter profitieren ebenfalls von einem Wachstum der Umsätze in der Sparte. Dieses lag im Jahr 2020 in Deutschland bei 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt konnte die Branche hierzulande einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro erzielen.

E-Commerce im Bereich Musik

Musik wird ebenfalls umfangreich online konsumiert. Hierbei spielen Streamingdienste eine große Rolle. Dazu gehören unter anderem:

  • Spotify
  • Amazon Music
  • Apple Music
  • Deezer

Beispielsweise Spotify konnte in den letzten Jahren die Umsätze kontinuierlich steigern. Mittlerweile hat der Dienst weltweit eine deutliche dreistellige Millionenzahl von Premiumnutzern.

 

Allerdings macht das Unternehmen nach wie vor Verluste. Das kann als Indikator dafür gewertet werden, dass das Streaming von Musik zwar beliebt, für die Anbieter jedoch nicht in jedem Fall ertragreich ist.

 

Insgesamt konnte die Musikindustrie im Jahr 2020 in Deutschland ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Der Umsatz Betrug 1,79 Milliarden Euro, hierbei werden sowohl Streaming als auch Tonträgerverkäufe berücksichtigt. Allerdings hat die Online-Musiknutzung daran einen Anteil von 71,5 Prozent. Der Wert ist ein deutlicher Beleg dafür, wie relevant der E-Commerce im Bereich Musik mittlerweile geworden ist.

Fazit

E-Commerce hat sich seit der Verbreitung des Internets in den 90er-Jahren stark entwickelt. Branchenriesen wie Amazon oder eBay haben nach wie vor einen wichtigen Anteil am Markt. Mittlerweile gibt es für einzelne Segmente immer mehr Angebote. Dabei war das Jahr 2020 vor allem für Unternehmen in den Bereichen Lebensmittel, Textilien und Unterhaltung besonders erfolgreich. Viele Hersteller von Schmuck und Uhren hingegen konnten ihre Absätze nicht steigern. Die Automobilindustrie konnte sich bisher allgemein nicht so umfangreich wie andere Branchen im E-Commerce platzieren, zumindest bei der Betrachtung des Verkaufs von Neuwagen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Online-Handel im letzten Jahr stark zugenommen hat und sich dieser Trend nach jetzigem Stand voraussichtlich fortsetzen wird.

Über Markus Mattscheck

Markus MattscheckBetreiber und Chefredakteur von Onlinemarketing-Praxis

 

Markus Mattscheck ist in seinen Tätigkeitsfeldern bereits seit 1995 fest mit dem Internet verdrahtet und verfügt über eine umfassende Marketing-Expertise. Sein Kommunikations- und PR-Background verbindet er mit seinem hohen Grad an technischem Know-how und entwickelt daraus ganzheitliche Onlinemarketing-Strategien. Dieses Wissen teilt er als Autor und schreibt praxisnah und verständlich über Fachthemen aus vielen Bereichen des Onlinemarketings.

E-Commerce 2021 – Der aktuelle Stand verschiedener Sparten
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