Die 5 besten Tipps für mehr Sicherheit und Privatsphäre im Social-Media-Marketing
Immer mehr Menschen sind im Bereich des professionellen Social-Media-Marketings beschäftigt. Schließlich ist Social Media heute einer der effizientesten Kanäle, um die Bekanntheit von Unternehmen und Produkten zu steigern oder neue Kunden zu gewinnen. Leider sind nebenbei die Gefahren im Internet und insbesondere in den sozialen Medien ebenfalls stark gestiegen. Der Markt ist nämlich auch für Betrüger sehr attraktiv. Dieser Artikel klärt über die gängigsten Risiken auf und gibt praktische Tipps, mit denen Social-Media-Experten für mehr Sicherheit bei der Arbeit sorgen können. So steht einer erfolgreichen Kampagne nichts mehr im Weg.
Gefahren im Internet & auf Social Media nehmen zu
Steigende Gefahren im Internet sind keine gefühlte Bedrohung, sondern Realität. Betrüger nutzen vor allem gerne Social-Media-Plattformen, um mit möglichen Opfern in Kontakt zu kommen. Besonders beliebte Betrugsmaschen sind hierbei unter anderem Phishing, Social Engineering, Love- und Investment-Scams sowie Krypto-Betrug.
Hinzu kommen gehackte Konten und gekaperte Profile. Laut aktuellen Zahlen sind derzeit jeden Monat rund 1,4 Milliarden Konten von einem Hack betroffen – ein schier unglaubliches Ausmaß. Instagram- und Facebook-Nutzer sind besonders leichte Ziele. Schwache Passwörter sind auf diesen Plattformen nämlich nach wie vor weit verbreitet.
Prominente Profile stehen ebenfalls im Visier. So wurde im vergangenen Jahr der X-Account von Elmo aus der Sesamstraße gehackt, um verstörende Nachrichten zu verbreiten. Und sogar der heutige X-Besitzer Elon Musk wurde bereits zum Opfer, als Betrüger im Jahr 2020 seinen Account hackten und einen Krypto-Betrug bewarben.
Folgende 5 Tipps steigern die Sicherheit & Privatsphäre
1. Alle Konten mit starken Passwörtern und 2FA sichern
Wer in dieser Branche beschäftigt ist, muss oft mehrere Konten auf einmal verwalten. Das kann auf Dauer kompliziert werden, da jedes Konto ein starkes und einzigartiges Passwort benötigt. Ein moderner Passwort-Manager kann hier genau die richtige Lösung sein. Er generiert und verwahrt alle starken Passwörter im sicheren Tresor – Hacker haben so kaum eine Chance.
Mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) lassen sich selbst dann unberechtigte Zugriffe vermeiden, wenn alle Zugangsdaten im Internet landen sollten. Jede Anmeldung muss danach nämlich durch eine zweite Methode verifiziert werden. Das kann zwar im Alltag mit etwas Zusatzaufwand einhergehen, 2FA gilt aber trotzdem als unverzichtbar.
2. Vorsichtig sein beim Auftritt des eigenen Profils
Als Social-Media-Experte benötigt man fast immer auch ein eigenes, öffentliches Profil, insbesondere beim Arbeiten als Freiberufler. Es lassen sich interessante Thesen und Erfolge teilen, um Interesse bei möglichen Kunden zu generieren. Wer jedoch zu viele (private) Informationen teilt, kann sich auch zum Ziel möglicher Betrugsversuche machen.
Ein gutes Beispiel hierfür ist Social Engineering. Es handelt sich dabei um einen Phishing-Versuch, der mit privaten Informationen angereichert wird. So meldet sich beispielsweise der vermeintliche Geschäftspartner, um in einer Notlage nach Geld zu bitten. In Wahrheit sind es aber Betrüger, die mit den Infos von Social Media eine andere Identität vortäuschen.
3. Mit einem VPN die eigene IP-Adresse maskieren
Manchmal werden Links mit getarnten IP-Grabbern auf Social Media gepostet, um von anderen Teilnehmern die IP-Adresse und somit den Standort zu erfahren. Wer unvorsichtig ist und darauf klickt, schickt diese Information direkt an mögliche Betrüger. Solche Daten können anschließend für weitere Angriffe genutzt werden.
Beim Arbeiten auf Social Media bietet sich deshalb ein praktisches VPN-Add-on für Chrome an. Dieses baut einen verschlüsselten Tunnel zum VPN-Server auf und maskiert dadurch die eigene IP-Adresse. Betrüger haben es dann deutlich schwieriger. Für Handys und Tablets gibt es ebenfalls entsprechende VPN-Apps, um die IP-Adresse zu schützen.
4. Ein VPN trägt ebenso zur höheren Sicherheit bei
Mit einem VPN lässt sich aber nicht nur die eigene IP-Adresse maskieren (siehe oben), sondern auch die Sicherheit deutlich erhöhen. Viele Social-Media-Vermarkter arbeiten gerne in Cafés oder Co-Working-Spaces, wo sie auf das öffentliche WLAN angewiesen sind. Doch alle Übertragungen innerhalb eines WLANs erfolgen komplett unverschlüsselt.
Jemand im gleichen Netzwerk könnte also alle Daten mitlesen und abgreifen. Ein VPN kann hier ebenfalls die Lösung sein, indem es alle Übertragungen sicher verschlüsselt. Praktische Zusatzfeatures wie Anti-Malware & Browsing-Schutz sind bei modernen VPN-Diensten ebenfalls oft Teil des Gesamtpakets – und das für nur wenige Euro pro Monat.
5. Bei dubiosen Anfragen die nötige Skepsis mitbringen
Für Betrüger und Hacker können Social-Media-Vermarkter das ideale Ziel sein. Mit einer erfolgreichen Masche erhalten sie womöglich Zugriff auf mehrere Konten mit vielen Followern und hoher Reichweite. Deswegen sollte man bei dubiosen oder verdächtigen Anfragen immer die nötige Skepsis mitbringen. Bei neuen Profilen ist besondere Vorsicht geboten.
Denn Identitätsklau und Fake-Profile auf Social Media nehmen immer weiter zu, was die Lage noch schwieriger machen kann. Darüber hinaus werden oft Bot-Accounts und Fake-Follower genutzt, um einem neuen Profil mehr Seriosität zu verleihen. Beim Arbeiten auf Social Media ist es also immer empfehlenswert, nicht allen Informationen blind zu vertrauen.
Fazit
Gefahren steigen, aber mit den richtigen Tipps ist dennoch guter Schutz möglich. Wer heute im Bereich des Social-Media-Marketings arbeitet, muss sich mit den steigenden Gefahren vertraut machen. Hacker und Betrüger sind nämlich keine Randerscheinung mehr, sondern gehören fast schon zum Alltag. Mit einigen Tipps sind guter Schutz und eine hohe Privatsphäre trotzdem möglich, ohne dabei den Geschäftsbetrieb zu stören.
Starke Passwörter und 2FA sind eine Grundvoraussetzung. Aber auch der vorsichtige Umgang mit den eigenen Daten und Tools wie VPNs tragen zur generellen Sicherheit bei. Zudem lässt sich auf diese Weise der eigene Fingerabdruck im Internet reduzieren, sodass Hacker und Betrüger nur noch schwer an private Daten gelangen können.