Im Responsive Webdesign wird viel Wert auf die Inhalte einer Website gelegt. Die Website soll in jeder Ansicht die wichtigen Informationen enthalten, die dann je nach Platz und Relevanz so angeordnet werden, dass die Webseite immer übersichtlich bleibt. Inhalte mit geringer Relevanz, wie etwa Werbebanner können auf kleinen Smartphone-Ansichten weggelassen werden.

Content First ist eine Design-Philosophie, bei der die Erstellung und Strukturierung der Inhalte (Texte, Bilder, Daten) zeitlich vor der visuellen Gestaltung (Layout, Webdesign) stattfindet. Das Ziel ist es, das Design um den tatsächlichen Inhalt herum zu bauen, statt fertige Layouts nachträglich mit Platzhaltertexten (Lorem Ipsum) zu füllen.
Gute User Experience entsteht, wenn Nutzer schnell die Informationen finden, die sie suchen. Wenn das Design den Inhalten folgt, wird sichergestellt, dass wichtige Botschaften nicht in einem starren Layout untergehen. Content First verhindert, dass Texte künstlich gekürzt oder gelängt werden müssen, nur damit sie in eine vorgefertigte Design-Box passen.
Im traditionellen Prozess wird erst das Layout erstellt, oft unter Verwendung von Blindtexten. Erst kurz vor dem Go-Live werden reale Inhalte eingefügt, was oft zu Design-Brüchen führt. Bei Content First ist der Text das Fundament: Er bestimmt die Hierarchie, die benötigten Module und die Informationsarchitektur der Seite.
Content First verbessert die Suchmaschinenoptimierung erheblich:
Der Prozess startet mit einem Content-Audit und einer Zielgruppendefinition. Es werden "Proto-Content"-Entwürfe erstellt, die die Kernbotschaften enthalten. Erst danach folgen Wireframes, die auf diesem echten Text basieren. So wird sichergestellt, dass funktionale Elemente wie Buttons oder Kontaktformulare genau dort platziert sind, wo der Inhalt sie benötigt.
letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026