Beim klassischen Webdesign wird zunächst das Layout eines Seitentemplates festgelegt. danach werden einzelne Elemente dieses Templates gestaltet. Beim Atomic Design verläuft der Prozess umgekehrt. Erst wird das Layout einzelner Elemente festgelegt, die der Webentwickler dann in einem Seitentemplate integriert.
Atomic Design ist gut für das Responisve Webdesign geeignet, da hier viele Layouts für verschiedene Displays benötigt werden.
Atomic Design ist eine von Brad Frost entwickelte Methodik für das Design von Benutzeroberflächen. Sie basiert auf der Idee, Webseiten nicht als fertige Einzelseiten zu betrachten, sondern als ein hierarchisches System aus modularen Komponenten. Inspiriert von der Chemie werden Oberflächen in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt und schrittweise zu komplexen Strukturen zusammengesetzt.
Die Methodik unterteilt sich in fünf aufeinander aufbauende Ebenen:
Atomic Design sorgt für eine hohe Konsistenz im gesamten Projekt, da Komponenten wiederverwendet werden. Es erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern, verkürzt die Entwicklungszeit durch Modularität und macht das System extrem skalierbar und wartungsfreundlich.
Atome sind die Grundelemente, die alleine meist keinen komplexen Nutzen haben (wie eine Farbe oder eine Schriftart). Ein Molekül hingegen ist die kleinste funktionale Einheit, die eine spezifische Aufgabe erfüllt, indem sie mehrere Atome kombiniert – zum Beispiel ein Button-Atom kombiniert mit einem Eingabefeld-Atom zu einem Formular-Molekül.
Es dient als Bauplan für eine Pattern Library (Komponentenbibliothek). Durch die klare Strukturierung wissen Teams genau, wo sie Bausteine finden oder neue hinzufügen können. Dies ist die Grundlage für professionelle Design-Systeme, wie sie von Firmen wie Google, Airbnb oder Shopify genutzt werden.
letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026
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