Der Fold oder Falz markiert beim Webdesign die untere Grenze des Viewports.

Der „Fold“ (deutsch: die Falz) markiert die imaginäre Linie, bis zu der eine Webseite im Browser sichtbar ist, ohne dass der Nutzer scrollen muss. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Zeitungsdruck und beschreibt die Stelle, an der die Zeitung gefaltet wird. Im Webdesign ist dieser Bereich entscheidend für den ersten Eindruck einer Seite.
Diese Begriffe unterteilen die Priorität von Inhalten:
Ja, absolut. Obwohl Nutzer heute gewohnt sind zu scrollen, verbringen sie laut Eyetracking-Studien immer noch etwa 60-80 % ihrer Zeit im Bereich Above the Fold. Wenn die Inhalte dort nicht innerhalb von Sekunden überzeugen, steigt die Absprungrate (Bounce Rate) massiv an.
Google bewertet die Nutzererfahrung (Core Web Vitals). Seiten, die „Above the Fold“ zu viel Werbung oder kaum relevante Informationen zeigen, können abgestraft werden. Wichtig für SEO ist, dass die Hauptüberschrift (H1) und ein Teil des Contents sofort sichtbar sind, um Google (und dem Nutzer) sofort das Thema der Seite zu signalisieren.
Mit dem Aufkommen von faltbaren Smartphones und Tablets bekommt der „Fold“ eine physische Komponente. Modernes Webdesign muss heute „Fold-aware“ sein. Das bedeutet, dass das Layout erkennt, wenn ein Display geknickt wird, und Inhalte so verschiebt, dass sie nicht direkt auf der physischen Falz liegen oder auf zwei Displays sinnvoll aufgeteilt werden.
letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
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