Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V. wurde 2003 von den führenden 15 Online-Vermarktern Deutschlands gegründet. Sie ist der Nachfolger der AGIREV und der @facts. Das Ziel der AGOF ist eine einheitliche und verbindliche Reichweiten-Währung, die das Medium Internet mit anderen Medien und Angebote im Internet vergleichbar macht.
Mit dem rasanten Wandel der Mediennutzung – insbesondere durch Mobile, Apps, Plattformen und neue Messmethoden – veränderten sich jedoch die Anforderungen an die Reichweitenforschung. Parallel dazu gewann die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse an Bedeutung, da sie ihre Messmodelle stärker weiterentwickelte und kanalübergreifend ausbaute.
Vor diesem Hintergrund wurde die AGOF im Jahr 2023 aufgelöst, und ihre Aufgaben sowie Messansätze gingen schrittweise in die Strukturen der agma über. Ziel war es, Doppelstrukturen abzubauen, die Forschung zu bündeln und der Werbewirtschaft einheitlichere, zukunftsfähige Leistungswerte zur Verfügung zu stellen. Damit endete zwar das Bestehen der AGOF als Organisation, ihr Beitrag zur Standardisierung der Online-Reichweitenmessung bleibt jedoch ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der digitalen Marktforschung in Deutschland.
Die AGOF (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V.) ist ein Zusammenschluss der führenden Online-Vermarkter in Deutschland. Sie wurde im Jahr 2002 gegründet, um eine einheitliche Reichweitenmessung für digitale Werbeträger zu etablieren und damit eine vergleichbare Basis für die Mediaplanung im Internet zu schaffen.
Das Hauptziel der AGOF ist die Schaffung von Markttransparenz. Sie stellt eine „Währung“ für das digitale Marketing bereit, indem sie Leistungsdaten von Online-Angeboten unabhängig und nach wissenschaftlichen Standards erhebt. Dies ermöglicht es Werbetreibenden, die Reichweite und Qualität von Websites objektiv zu vergleichen.
Der Unique User (Einzigartiger Nutzer) ist die zentrale Währung der AGOF. Er gibt an, wie viele verschiedene Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums Kontakt mit einem Werbeträger (z. B. einer Website) hatten. Im Gegensatz zu „Visits“ oder „Page Impressions“ zählt der Unique User die tatsächliche Person, nicht die bloße Anzahl der Aufrufe.
Die AGOF nutzt ein komplexes Multi-Methoden-Modell zur Datenerhebung:
Ohne die AGOF müssten sich Agenturen auf die Eigenangaben der Betreiber verlassen. Die AGOF-Studien (wie „daily digital facts“) ermöglichen eine professionelle Planung von Werbekampagnen, da sie präzise Auskunft darüber geben, welche Zielgruppen auf welchen Seiten am effizientesten erreicht werden können.
letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026
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