Affiliate-Marketing für Blogger und Influencer auf YouTube, Instagram & Co.

Mit Affiliate-Marketing Geld verdienen

Das Amazon Affiliate-Partnerprogramm ist eines der bekanntesten Partnerprogramme der Welt.

Das Amazon Affiliate-Partnerprogramm ist eines der bekanntesten Partnerprogramme der Welt.

Websitebetreiber, Blogger, YouTuber, Instagrammer und Co. stecken oft viel Zeit und Arbeit in Webseiten, Blogs, Videos oder Social-Media-Kanäle. Manche bauen mit Ihrem Personal Branding auch einen regelrechten Influencer-Status auf. Und wer Inhalte veröffentlicht, die Nutzer ansprechen, kann im Internet eine große Reichweite zum Beispiel über gute Rankings in Suchmaschinen oder Abonnenten von Social-Media-Kanälen gewinnen. Wer dabei mehr als Rum, Ehre und Anerkennung ernten möchte, kann mittels Affiliate-Marketing Geld im Internet verdienen.

 

Ein Fachartikel von Markus Mattscheck

 

Über den Inhalt

Was ist Affiliate-Marketing?

Grundsätzlich ist Affiliate-Marketing nichts anderes als die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen einem Verkäufer (engl. merchant) und einem Betreiber einer Website oder eines Social-Media-Kanals (engl. publisher oder affiliate).

 

Im Rahmen dieser Partnerschaft stellt der Websitebetreiber dem Verkäufer Werbemöglichkeiten auf seinen Seiten oder Kanälen zur Verfügung. Diese werden vom Verkäufer mit entsprechenden Inhalten wie Banner oder Verlinkungen zu Online-Shops gefüllt, um die Zielgruppe direkt auf der Partnersite anzusprechen. Dazu gehören auch Vorstellungen von Produkten oder Services mit entsprechender Verlinkung auf Bezugsquellen. Der Websitebetreiber erhält im Gegenzug eine Provision, die sich nach verschiedenen Kriterien wie Werbezeitraum, pro Tausend Werbeeinblendungen, Klick, gewonnenen Kontakt oder eingegangene Bestellung richtet. Ein Affiliate-Netzwerk übernimmt dabei das technische Grundgerüst:

  • Technik, um Klicks oder Bestellungen zu messen
  • Provisionsregelung zwischen Verkäufer und Publisher
     

Affiliate-Partnerprogramme auswählen

Für den Erfolg beim Affiliate-Marketing ist es wichtig, die Bedürfnisse seiner Besucher oder der Community zu verstehen. Denn blanke Werbeeinblendungen haben wenig Aussicht auf Erfolg. So ist es auch wichtig zu wissen, welche Zielgruppe angesprochen wird und mit welcher Absicht sie die Website besucht, das Video anschaut und ein Posting liest.

  • Empfehlung: Nicht werben, sondern empfehlen.
  • Authentizität: Nur das Empfehlen, was man selber gut findet.
  • Mehrwert: Bietet die Kaufempfehlung einen Mehrwert für den Leser?

Hat man eine Website oder einen Social-Media-Kanal und möchte über Affiliate-Marketing Geld damit verdienen, dann besteht die Frage, wie man überhaupt ein passendes Affiliate-Partnerprogramm findet.

 

Es gibt viele Wege für Publisher Affiliate-Programme und Partner für seine Seite zu finden. Die einfachste Art sind Affiliate-Plattformen, bei denen sich der Publisher bei eingestellten Affiliate-Programmen der Affiliates bewirbt. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Und dazu habe ich mich mit Marian Wurm während eines Kongresses ausgetauscht. Marian ist CEO und Gründer von Löwenstark, einer Onlinemarketing-Agentur, die auch für Kunden das Affiliate-Marketing übernimmt bzw. optimiert. Seine Tipps sind im Abschnitt „Passende Partnerprogramme finden“ beschrieben.

Affiliate-Marketing: Vergütungsmodelle zur Monetarisierung von Traffic und Reichweite

Websitebetreiber, Blogger oder Influencer können über verschiedenen Formen und Medien Traffic in Geld umwandeln. Dabei werden Cookies und Tracking-Links eingesetzt. Diese sorgen dafür, dass Verkäufe (engl. sales), Anmeldungen (engl. Leads), Klicks etc. dem Affiliate zugeordnet werden können. Darüber wird gewährleistet, dass er seine Provision erhält.

Die wichtigsten Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing:

Pay per Sale Vergütung

Pay per Sale (PPS) ist die klassische Art der Vergütung im Affiliate-Marketing. Wird über die Werbeschaltung / Verlinkung ein Kauf im entsprechenden Shop getätigt, erhält der Publisher eine Provision. In der Regel ist das ein prozentualer Anteil von der Kaufsumme, der vorher vereinbart wurde. Die Sätze fallen in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus. Während es für Bücher 5 bis 10 Prozent gibt, sind es bei Mobiltelefonen oft 35 Prozent.

Pay per Lead Vergütung

Nimmt ein Kunde Kontakt zum Verkäufer auf oder meldet er sich mit seinen Daten für einen Newsletter, Testaccount, Download etc. an, erhält der Affiliate eine Provision. Die Provisionen für diese konkrete Aktion schwanken stark. Mal sind es ein paar Cent, manchmal jedoch auch bis zu 100 Euro.

Pay per Click Vergütung

Hier klingelt die Kasse mit einem Fixbetrag, sobald das Werbemittel oder der Link des Werbers angeklickt wird. Pay per Click ist relativ selten geworden im Affiliate-Marketing. Wer es trotzdem noch praktiziert, darf mit 2 bis 25 Cent pro Klick rechnen.

Weitere Vergütungsmodelle

Bei Dienstleistern sind die Modelle Pay per Install, wenn der Nutzer ein angebotenes Programm installiert, oder Pay per Sign up, wenn sich zu einer Serviceleistung angemeldet wird, weit verbreitet.

Welche Partnerprogramme gibt es?

Amazon

Das Amazon Affiliate-Partnerprogramm ist eines der bekanntesten Partnerprogramme der Welt.Das riesige Netzwerk stellt seinen Affiliates viele gut konvertierte und ausgereifte Werbemittel wie Textlinks, Banner, Site Stripes und Widgets zur Verfügung. Abhängig von der Produktkategorie werden 1 bis 10 Prozent des Warenwertes an Provision gezahlt. Besonders lukrativ sind die Kategorien Möbel, Kleidung, Spiele und Software sowie Schuhe und Schmuck.

 

Hier legt der Internetgigant noch einmal zehn Prozent Provision auf den gesamten Warenkorb. Die Umsetzung dieses Partnerprogramms ist relativ einfach. Nischenseiten können damit durchaus drei- bis vierstellige Provisionen pro Monat erzielen.

Affiliate-Netzwerke

Die meisten großen Partnerprogramme der Unternehmen laufen über Affiliate-Netzwerke. Das hat auch für den Affiliate Vorteile. Statt sich bei einer Vielzahl einzelner Programme anzumelden, wird alles kompakt über eine Plattform abgewickelt. Händler können sicher sein, sich ihre Klientel nicht erst mühsam zusammensuchen zu müssen.

 

Allerdings ist die zentrale Handhabung zwar ein unschlagbarer Vorteil, doch neben Set-up-Gebühren zwischen 500 und 5.000 Euro verlangen manche Netzwerke einen monatlichen Beitrag. Zudem fordern die meisten Netzwerke eine Provision, die 30 Prozent der Summe beträgt, die der Affiliate erhält.

 

  • AWIN / Zanox
    Das Unternehmen ist seit 2.000 auf dem Markt und arbeitet mit über 4.000 Advertisern zusammen, was zu einem der größten Netzwerke in Europa macht. Die Zahl der Transaktionen beträgt 90 Millionen jährlich, es finden sich im Portfolio eine Vielzahl bekannter Marken.
     
  • Affilinet
    Bei Affilinet handelt es sich um den zweiten Branchenriesen, der seit 1997 aktiv ist. Die Set up-Gebühr ist relativ hoch. Partnerprogramme, die zu wenig Umsatz versprechen, werden ebenso abgelehnt wie solche, die thematisch bereits abgedeckt sind. Rund 2.000 Partnerprogramme werden auf der Plattform angeboten, darunter viele von Top Marken. Im Jahre 2017 sind AWIN und Affilinet fusioniert.
     
  • Sonstige Netzwerke
    Daneben gibt es noch weitere Netzwerke wie:
    • Belboon
    • Adcell
    • Trade Tracker
    • superclix
    • Tradedoubler

Bei der Wahl eines Partnerprogramms ist darauf zu achten, dass sich die eigene Strategie mit den Schwerpunkten des Netzwerkes deckt. Oft untersagen es die AGBs der einzelnen Netzwerke, dass auf einer Webseite Programme aus unterschiedlichen Netzwerken laufen.

Inhouse Programme

Inhouse Afffiliate-Partnerprogramm von finanzen.deDoch nicht jedes Unternehmen schätzt den großen Affiliate-Stamm oder die technische Betreuung, die von den Netzwerken geboten wird. Manche Firmen wollen die Umsatzdaten lieber intern halten. Daher ziehen viele Unternehmen selber oder mithilfe eines spezialisierten Dienstleisters eigene Partnerprogramme auf. Die bekanntesten solcher Inhouse-Programme sind Check24, Auxmoney oder Finanzen.de.

 

Ein Inhouse Affiliate-Programm hat vor allem den Vorteil, dass Kundendaten intern gespeichert werden können. Für Affiliates ergeben sich die folgenden Vorteile:

  • direkter Kontakt zum Händler ermöglicht individuelle Aktionen und Absprachen
  • durch Einsparen der Netzwerkgebühren fallen die Provisionen höher aus
  • da die Teilnahme an manchen Programmen nur auf Einladung erfolgt, sind diese lukrativ

Sollten sich Affiliates auf Produkte oder Dienstleistungen spezialisieren?

Der Affiliate kann sowohl Produkte als auch Dienstleistungen bewerben. Dabei muss zunächst vom Affiliate eine Entscheidung getroffen werden, welche Produkte zum seiner Website / Blog / Social-Media-Kanal passen und gleichzeitig Einnahmen versprechen.

 

Leider starten viele im vermeintlichen Glauben an den großen Profit und wählen irgendwelche Partnerprogramme aus, die die höchsten Provisionen auszahlen. Der Erfolg bleibt dann aber meistens aus. Bei manchen Seiten sind Leads profitabler als die Verkäufe und umgekehrt. Die richtige Strategie und Auswahl der Partnerprogramme ist etwas, das ein Affiliate ausprobieren muss.

 

Dabei sind die akuten Bedürfnisse des Nutzers das A und O bei der Wahl des einzelnen Partnerprogrammes. Es muss auf den Inhalt der jeweiligen Webseite / Blogartikel / Social-Media-Posting abgestimmt sein und darf nicht wie eine Eierlegendewollmilchsau funktionieren.

 

Indirekt kann der Publisher durch die Webseite / den Blogartikel oder das Posting aber auch ein Bedürfnis wecken. So kann ein YouTuber seiner Community ein Produkt vorstellen, das am Markt noch recht unbekannt ist, aber für viele Follower interessant sein könnte. Ich kenne Fälle da waren Produkte aufgrund eines YouTube-Videos oder eines Instagram-Posts innerhalb einer Stunde restlos ausverkauft. Aber dafür ist natürlich viel Reputation und Vertrauen nötig.

Gute Inhalte und Mehrwert - Content-Marketing beim Affiliate-Marketing

In der Affiliate-Marketing-Praxis wird als Thin Affiliate bezeichnet, wer seine Inhalte so konzipiert hat, dass kein Mehrwert für den Besucher entsteht. Thin Affiliates versuchen, mit möglichst simplen Beschreibungen in den Trefferseiten der Suchmaschinen zu ranken und die Besucher sofort in den Partnershop weiterzuleiten. Rankings mit minderwertigen Inhalten hat früher funktioniert. Aber da Suchmaschinen die Relevanz von Webseiten und deren Inhalte immer besser bewerten können, sind „SEO-Texte“ kein Mittel für nachhaltigen Erfolg.

 

Viele Seitenbetreiber wissen gar nicht, dass es bei ihnen mit dem Mehrwert und hilfreichen Inhalten hapert. Mit der folgenden Liste kann jeder für sich selbst prüfen, ob die eigene Seite einen oder mehrere dieser Punkte abdeckt. Falls nicht, muss dringend etwas getan werden, um das Image eines Thin Affiliate loszuwerden.

Testberichte

Nutzer wollen echte Erfahrungen von anderen Nutzern lesen. Dabei soll und muss es kritisch und objektiv zugehen. Viele Shops bieten das in ihren Beschreibungsteten verständlicherweise nicht. Hier werden kaum die Schwachstellen eines Artikels präsentieren, wenn er ihn verkaufen möchte. Und daher recherchieren viele Nutzer vor dem Kauf eines Produktes / Angebotes nach Erfahrungen, Tests und Bewertungen, um sich ein objektives Bild machen zu können. Geht es um Produkte, die ein Kunde vor dem Kauf intensiv recherchiert, ist das für den Affiliate eine Chance, Mehrwert zu schaffen, die nicht verpasst werden darf.

 

Neben dem Testbericht macht es sich auf einer Seite ungemein gut, wenn Fotos, Fotostorys oder sogar ein Video des Produkttests veröffentlicht werden. Dabei sollte der Produkttest keine Werbeveranstaltung sein, sondern ehrlich die Vor- und Nachteile beleuchten. Clevere Affiliates fragen direkt beim Hersteller oder dem Shop nach einem Artikel für den Test.

 

 Startseite von waschmaschine-test24.de mit sehr großem Call-to-Action und wenig einzigartigem InhaltSchlecht gemacht Affiliate-Seiten zielen meist darauf ab einen schnellen Sale zu generieren. Oftmals sind die Seiten lieblos erstellt und übergroße Banner sollen zum Klicken animieren.

 

Problematisch kann hier mitunter sein, dass Affiliates einen Anreiz haben, Produkte nicht gemäß objektiver Kriterien zu empfehlen, sondern auf Grundlage der gezahlten Provision. Nicht zuletzt deshalb, gerieten sogenannte “Fake-Test Seiten” zunehmend auch in den Fokus der Mainstream-Presse. Der zitierte Handelsblatt Artikel spricht davon, dass zeitweise 94% aller relevanten Suchanfragen in mindestens einem Suchergebnis resultierten, dem Verbrauchertäuschung vorgeworfen werden könnte. Zu diesem Ergebnis kam Daniel Brückner bei einer Untersuchung für das Portal Testberichte.de. Er hat sich in seinem Blog toptestsieger.de dem Verbraucherschutz und faireen Wettbewerb verschrieben. Ich kenne Daniel schon eine Weile und kann seine Arbeit nur unterstützen. Also liebe Affiliates, bitte bleibt sauber und ehrlich. Dann werdet Ihr mit Euren Testberichten auch langfristig Erfolg haben.

Nutzerbewertungen bündeln

Bewertungen verraten, was der Käufer wirklich denkt. Entschließt sich ein Affiliate, Nutzerbewertungen auf seiner Seite zu bündeln, gibt das einen enormen Vertrauensvorschuss. Da Nutzer in ihren Bewertungen oft auch relevante oder dem Affiliate bis dahin nicht geläufige Keywords verwenden, wird so nebenbei relevanter Content generiert, der dann über Rankings zu weiteren Suchen mehr Sichtbarkeit erzeugt.

 

Während der eigene Content bezüglich Rechtschreibung und Grammatik fehlerfrei sein muss, sorgen Verschreiber von Nutzern für sogenannte „Vertipper-Keywords“ und somit für mehr Traffic.

Preisvergleiche

Startseite vom Preisvergleichsportal idealoPreisvergleiche sind ein Klassiker im Affiliate-Marketing. Allerdings wird alleine damit niemand mehr hinter dem Ofen hervorgelockt. Zum einen hat Google mit Google Shopping selbst schon den hauseigenen Preisvergleich, darüber hinaus gibt es spezialisierte Vergleichsportale, die die vorderen Rankings in den SERPs dominieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass der eigene Preisvergleich ins Datennirwana geschickt wird.

 

Vor einigen Jahren war ein Preisvergleich ein Mehrwert an sich. Durch erhöhte Transparenz müssen Preisvergleicher zusätzliche Features bieten, um weiterhin erfolgreich bestehen zu können.

 

Wenn der Vergleich mit anderen Aspekten und Fragen, die rund um eine Kaufentscheidung im Raum stehen, aufgehübscht wird, ist der Mehrwert schon da. So lassen sich Preisvergleiche mit Produkttests und Ranglisten koppeln. Oder es werden Fragen beantwortet, wie der Artikel am schnellsten zum Kunden kommt. Affiliates können und sollen hier kreativ werden.

Problemlösungen

YouTube-Trefferliste mit einigen Hairstyle-Videos

Wer googelt, hat in der Regel einen Bedarf. Das sind oftmals auch Probleme zu denen eine Lösungen gesucht wird. Oder er möchte einfach etwas besser verstehen. So interessieren sich viele Kunden für ein Produkt, wissen aber nicht, was sie alles aus dem Artikel herausholen können. Das betrifft besonders technische Geräte. Gerade Youtube-Videos bieten sich ideal an um Produkte vorzustellen und die Videos durch Affiliate-Links zu monetarisieren.

 

Bietet der Affiliate hier Tutorials an, wie Locken gezaubert werden oder was die Heißluftfritteuse alles kann, werden die Nutzer dankbar sein. Affiliates, die auf die Behebung von technischen Problemen setzen, generieren zwar keine neuen Kunden, aber durch Verlinkungen, Likes und Kommentare erhalten Suchmaschinen Signale, die für Rankings von Videos oder Webseiten relevant sind. Das erhöht die Reichweite dieser YouTube-Kanäle, Websites oder Blogs und kann damit die Größe der Community steigern. Auch gewinnt der Affiliate an Glaubwürdigkeit, wenn er nicht bei jedem Video / Post / Test etc. verkaufen will.

 

Ein seriöser Produkttest zeigt auch ojektiv die Schwachstellen eines ProduktesHier ein schönes Beispiel: Der Holzwerker „woodworking felix“ berichtet in einem YouTube-Video über seinen Abricht-Dickenhobel Woodstar PT105. Er beschreibt objektiv die Vor- und Nachteile. Und dieses Produkt hat einige Nachteile. Auch wenn er einen Affiliate-Link zu Amazon oder so gesetzt hat, wird er über dieses Video potenzielle Käufer eher abgeschreckt haben und entsprechend kein Geld verdienen. Aber er hat sich damit einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit verdient. Und wenn er das nächste Mal ein Produkt vorstellt und er es selber gut findet bzw. anpreist, dann würde ich ihm vertrauen / glauben.

Querdenken

Oft ist die Antwort auf eine Problematik das jeweilige Produkt. Guter Content führt den Nutzer thematisch so, dass er mit dem Kauf des Produkts seine Lösung gefunden hat. Hier bieten sich Ratgeberbeiträge an.

 

Wer zum Beispiel einen Artikel über die Vermeidung von Kopfschmerzen geschrieben, kann ausgewählte Bücher zum Thema körperliche Entgiftung / Entschlackung oder den Testsieger von Detox-Saftkuren über das Amazon-Partnerprogramm verlinken.

Produktauswahl

Vergleichstabelle von Action Cams bei expertentesten.deEin guter Affiliate kennt seine jeweilige Nische und weiß genau, was Nutzer, die auf seine Seite kommen, benötigen. Um kontinuierlich Mehrwert zu schaffen, braucht die Website eine Art roten Faden.

 

Auf einem Blog, in dem es ums Kochen geht, erwarten die Nutzer Zutaten und Zubehör. Wird eine Linie jedoch ständig mit themenfremden Produkten und Angeboten durchbrochen, werden Nutzer schnell verwirrt.

 

Produktvergleiche auf Basis objektiver Kriterien helfen Nutzern bei der Produktauswahl. Vergleichstabellen sind eine von vielen Möglichkeiten, Produkte mit Affiliate-Links auf einer Webseite einzubinden.

Passende Partnerprogramme finden

Wenn es nun darum geht, ein passendes Partnerprogramm zu finden, dann gibt es für Publisher mehrere Möglichkeiten. Einige Tipps habe ich von Marian Wurm von Löwenstark erhalten und gebe die hier auch gerne weiter.

Affiliate-Netzwerke

Suchfilter im Afffiliate-Netzwerk von affilinetIn den großen Affiliate-Netzwerken AWIN, affilinet, ADCELL oder bellboon finden Publisher Tausende Partnerprogramme. Hier kann man zum Beispiel nach Branche oder Vergütungsmodell filtern. So führt die Suche bei affilinet nach den Branchen „Haus & Garten“ & „Heimwerken“ in Verbindung mit dem Vergütungsmodell PayPerSale zu knapp 70 Partnerprogrammen, bei denen man sich bewerben kann.

Affiliate-Verzeichnisse und Affiliate-Blogs

Es gibt Verzeichnisse und Blogs, die sich auf die Vorstellung von Partnerprogrammen spezialisiert haben. Das bekannteste Verzeichnis ist 100Partnerprogramme. Hier werden Partnerprogramme aus den unterschiedlichen Affiliate-Netzerken vorgestellt. Auch Inhouse Partnerprogramme sind hier zu finden.

Inhouse-Partnerprogramme

Nicht jedes Partnerprogramm ist in den Affiliate-Netzwerken oder -Verzeichnissen zu finden. Es lohnt sich immer auf den Seiten der Anbieter nach Partnerprogrammen zu suchen. Auch über Google kann man schnell herausfinden, ob ein bestimmtes Unternehmen oder ein bestimmter Shop ein Partnerprogramm betreibt. Einfachnach „partnerprogramm“ und  dem Namen des Anbieters suchen. Hier einmal ein Beispiel, um zu gucken, ob das Website-Optimierungs-Tool von Ryte ein Partnerprogramm betreibt: https://www.google.com/search?q=partnerprogramm+ryte

Affiliate-Konferenzen

Affiliate-Netzwerke und Unternehmen, die Ihr Partnerprogramm als wichtigen Absatzkanal sehen, nehmen oft an Affiliate-Konferenzen teil. Der persönliche Kontakt kann sehr hilfreich für langfristige und erfolgreiche Partnerschaften sein.

Partnerprogramme vergleichen

Natürlich macht es keinen Sinn sich bei 70 Programmen zu bewerben und dann alle auf einer Seite einzubauen. Dann steht der Nutzer da wie „Ochs vorm Berg“. Es geht ja um die Empfehlung „Kauf hier“. Daher ist der Vergleich von Partnerprogrammen untereinander wichtig. Bietet ein Programm bessere Werbemittel als ein anderes? Manche Netzwerke zeigen auch die durchschnittliche Stornoquote zu einem Partnerprogramm. Dies ist ein Indiz für unzufriedene Käufer. Auch die Haltbarkeit der Tracking-Cookies ist wichtig. Manche Käufe werden nicht sofort beim ersten Klick getätigt. Je länger diese Haltbarkeit ist, desto besser ist es für den Affiliate.

Konversionsprozess beim Advertisier

Zur Auswahl eines erfolgversprechenden Partnerprogramms gehört auch die Überprüfung des Angebotes beim Anbieter. Ist der Preis der Produkte ein üblicher Marktpreis oder ist er sogar noch geringer als üblich? Wie gut funktioniert der Kaufprozess im Shop? Wenn die Usability schlecht ist, werden auch aus vielen Interessenten keine Käufer. Und das führt zu wenig Provisionen. Gibt es viele Bezahlmöglichkeiten oder ist die Zahlung nur per Vorkasse möglich? Wie wird der Shop von Käufern bewertet? Einen Partner, der viele schlechte Bewertungen hat, sollte kein Affiliate auswählen. Im Artikel „Optimierung der Konversionsfaktoren im Anfrage-, Angebots- und Kaufprozess“ gibt es dazu noch mehr Informationen.

Gutscheine

Bei vielen Partnerprogrammen gibt es Gutscheine oder Rabattcodes. Diese sind sehr für die Affiliates sehr hilfreich, denn damit ist per se schon ein Grund geschaffen, ein Angebot zu empfehlen.

Klare AGB

Durch klare AGB entstehen auf beiden Seiten keine rechtlichen Unsicherheiten und beiden Seiten profitieren von einer klaren Rechtslage.

Ein tolles Produkt bewerben

Kein seriöser Affiliate bewirbt ein minderwertiges Produkt. Das schadet der eigenen Reputation und Glaubwürdigkeit. Es ist bei der Suche wichtig, Partnerprogramme zu Produkten oder Angeboten zu finden, die wirklich gut sind.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Ein Affiliate ist ein Geschäftspartner wie jeder andere auch. Und genauso sollte dieser auch behandelt werden. Wird man von oben herab behandelt oder bekommt zu Anfragen keine Antwort, macht eine intensive Zusammenarbeit keinen Spaß.

Welchen Risiken ist ein Affiliate-Marketing Geschäftsmodell ausgesetzt?

Der Aufwand für Affiliates ist heute relativ hoch. Der Affiliate muss eine große Reichweite besitzen. Dies kann er durch die Platzierung seiner Seiten in Suchmaschinen erreichen oder durch eine große Community, die er mühevoll bei YouTube, Facebook, Instagram & Co. aufgebaut hat.

 

Ein weiterer Punkt ist die Bindung an den Affiliate Partner. Häufig werden Inhalte vom Affiliate zu den beworbenen Produkten oder Angeboten des Anbieters individuell und genau passend dazu aufbereitet. Entpuppt sich das Partnerprogramm später als nicht erfolgreich, war die Mühe umsonst.

Affiliate-Marketing und Recht - Schleichwerbung vermeiden

Instagram-Posting mit dem Hashtag #ad reicht zur Kennzeichnung von Werbung nicht ausWerbung muss laut Gesetzgeber klar erkennbar sein. Dies gilt immer dann, wenn eine Gegenleistung für die Werbung stattgefunden hat. Verlinkungen zu Angeboten, für die ein Affiliate eine Provision erhält, wenn ein Produkt verkauft wurde, ist eine solche Gegenleistung. Aber auch Warenproben oder andere geldwerte Vorteile sind Gegenleistungen, bei der eine Werbekennzeichnung verpflichtend ist. Denn der Affiliate ist durch diesen Vorteil nicht mehr von seiner Entscheidung unbeeinflusst.

 

Viele Instagrammer versehen Ihre Sponsored Posts häufig nur mit dem Hashtag #ad. Dies ist jedoch in den Augen von Verbraucherschützern nicht ausreichend, um klar darauf hinzuweisen, dass es sich um Werbung handelt.

 

Allerdings ist die rechtliche Lage durch aktuelle Rechtsprechungen nicht ganz klar. So wurden Instagrammer abgemahnt, die Produkte zeigten, die sie selber erworben haben. Es bestand also kein Einfluss seitens eines Unternehmens. Und hierfür ist laut Gesetz kein Hinweis auf Werbung nötig. Diese unklaren und aus meiner Sicht falschen Rechtsprechungen führten dazu, dass viele Instagrammer und YouTuber ihre Posts und Videos mit Werbung kennzeichnen, sobald dort ein Produkt oder ein Angebot vorgestellt wird. Der Artikel „Werbekennzeichnung: Anwälte erklären, auf was Influencer und Marken tatsächlich im Jahr 2018 achten müssen“ gibt Hilfestellung, worauf man achten sollte.

Richtlinien der Suchmaschinen berücksichtigen

Es gibt viele Faktoren, die die Rankings in den Suchmaschinen beeinflussen. Die Anzahl und Güte von Verlinkungen auf eine Webseite ist einer dieser Faktoren. Daher ist es für Suchmaschinen wichtig zu wissen, ob ein Backlink unbeeinflusst und aus freien Stücken gesetzt wurde.

 

Steht hinter dem Backlink eine Bezahlung oder ein anderer geldwerter Vorteil (Warenproben & Co.), dann ist dies den Suchmaschinen in Form einer Auszeichnung des Links im Quellcode mitzuteilen. Hierfür gibt es den nofollow-Tag. Er weist Suchmaschinen darauf hin, dass dieser Link nicht für die Bewertung der Rankings genutzt werden soll. Dies ist in den Richtlinien für Webmaster von Google festgelegt (https://support.google.com/webmasters/answer/96569?hl=de).

Fazit

Über Affiliate-Marketing lässt sich im Internet Geld verdienen. Aber der nötige Aufwand, um erfolgreich zu sein, ist nicht zu unterschätzen. Eine Garantie auf Erfolg gibt es nicht. Ganz nach dem Motto „Ohne Fleiß kein Preis“.

Mit Affiliate-Marketing Geld verdienen
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