Guerilla-Marketing ist eine unkonventionelle Marketingstrategie, die darauf abzielt, mit kreativen, überraschenden und aufmerksamkeitsstarken Aktionen möglichst viel Aufmerksamkeit für eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erzeugen – und das häufig mit vergleichsweise geringem Budget. Der Begriff wurde Anfang der 1980er-Jahre vom US-amerikanischen Marketingexperten Jay Conrad Levinson geprägt und orientiert sich in seinem Namen an der Guerilla-Kriegsführung, bei der mit untypischen Taktiken und geringem Ressourceneinsatz große Wirkung erzielt werden soll. Ziel ist es, aus der Masse der alltäglichen Werbung herauszustechen und im Bewusstsein der Zielgruppe zu haften.
Guerilla-Marketing wird oft auch im weiteren Sinne verstanden – als Sammelbegriff für innovative, ungewöhnliche Maßnahmen, die nicht den klassischen Werbeformen wie TV-Spot, Printanzeige oder Standard-Onlinewerbung entsprechen. Wichtig ist dabei stets der Überraschungseffekt: Die Aktion soll Menschen dort erreichen, wo sie Werbung nicht unbedingt erwarten, und sie dazu bringen, diese wahrzunehmen, darüber zu sprechen und sie mit anderen zu teilen.
Ein zentrales Merkmal des Guerilla-Marketings ist die Kreativität der Maßnahmen. Anstatt sich auf große Budgets zu stützen, werden originelle Ideen genutzt, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu wecken und eine starke emotionale Reaktion hervorzurufen. Dadurch kann eine Kampagne auch mit minimalen finanziellen Mitteln maximale Sichtbarkeit erreichen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Überraschungseffekt: Guerilla-Aktionen wirken oft spontan oder ungewöhnlich, weil sie in Kontexten stattfinden, in denen Werbung normalerweise nicht erwartet wird. Diese Überraschung kann dazu beitragen, dass die Botschaft intensiver wahrgenommen wird und im Gedächtnis bleibt.
Oft arbeiten Guerilla-Marketing-Kampagnen mit viralen Effekten, indem sie die Empfänger dazu animieren, die Inhalte in sozialen Netzwerken, per Mundpropaganda oder durch Teilen weiterzugeben. Auf diese Weise kann eine einmal initiierte Aktion weit über ihre ursprüngliche Reichweite hinaus Wirkung entfalten.
Guerilla-Marketing lässt sich in verschiedene Formen und Taktiken unterteilen, die je nach Zielsetzung und Zielgruppe unterschiedlich eingesetzt werden:
Diese Methoden können online wie offline genutzt werden – von Flashmobs, auffälligen Street-Art-Aktionen, kreativen Installationen bis hin zu viralen Kampagnen in sozialen Netzwerken.
Das Hauptziel des Guerilla-Marketings besteht darin, Markenbekanntheit zu steigern, das Interesse der Konsumenten zu wecken und eine möglichst starke emotionale Bindung zur Marke aufzubauen. Durch die originelle Gestaltung der Maßnahmen werden Zielgruppen angesprochen, die klassische Werbung möglicherweise ignorieren würden.
Da Guerilla-Marketing oft mit geringeren Kosten verbunden ist, eignet es sich besonders für kleine und mittelständische Unternehmen oder Start-ups mit begrenztem Budget. Gleichzeitig sind aber auch große Unternehmen in der Lage, Guerilla-Elemente in ihre Marketingstrategien zu integrieren, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich vom Wettbewerb abzuheben.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der hohen Reichweite: Wenn eine Aktion als besonders originell empfunden wird, steigt die Chance, dass sie von Medien aufgegriffen oder über Social Media geteilt wird – was die ursprüngliche Wirkung vervielfachen kann.
Trotz seiner zahlreichen Vorteile birgt Guerilla-Marketing auch Risiken. Weil die Maßnahmen oft an der Grenze des Gewöhnlichen operieren, können sie von einigen Rezipienten als störend, unpassend oder gar unangemessen wahrgenommen werden. Dies kann negative Publicity nach sich ziehen, wenn die Aktion nicht gut geplant oder unpassend umgesetzt wird.
Auch rechtliche Aspekte müssen berücksichtigt werden: Aktionen im öffentlichen Raum können Genehmigungen erfordern, und ohne diese kann es zu Problemen mit Behörden kommen. Zudem ist die Messbarkeit des Erfolgs nicht immer einfach, da kreative Aktionen nicht immer direkt in messbare Kennzahlen wie Umsatzsteigerung oder Conversion-Raten übersetzt werden können.
Im Gegensatz zu traditionellen Marketingmaßnahmen, die auf planbare, standardisierte Werbung setzen, ist Guerilla-Marketing stark auf Kreativität, Überraschung und Interaktion ausgelegt. Klassische Werbung setzt oft auf breite Streuung über etablierte Medienkanäle, während Guerilla-Marketing unkonventionelle Wege nutzt, um eine direkte Reaktion der Zielgruppe hervorzurufen.
Trotzdem sind die Grenzen zwischen Guerilla-, Viral- und anderen modernen Marketingformen fließend – insbesondere im digitalen Zeitalter, wo viele Aktionen sowohl offline als auch online wirken und sich gegenseitig verstärken.
Guerilla-Marketing bezeichnet unkonventionelle Werbeaktionen, die mit geringem Mitteleinsatz eine große Wirkung erzielen wollen. Der Begriff leitet sich von der Guerilla-Kriegsführung ab und setzt auf "Nadelstiche" statt auf teure Massenwerbung. Kern ist der Überraschungseffekt, der Passanten in ihrem gewohnten Umfeld unerwartet anspricht.
Es werden verschiedene Strategien unterschieden:
Guerilla-Marketing nutzt den Überraschungseffekt. Da die Werbung nicht als solche erkannt wird (keine klassische Anzeige), umgeht sie die natürliche Abwehrhaltung der Nutzer ("Banner Blindness"). Die emotionale Bindung und die Erinnerungswerte sind bei einer gelungenen Aktion deutlich höher als bei klassischer Plakat- oder TV-Werbung.
Guerilla-Marketing bewegt sich oft in einer rechtlichen Grauzone. Mögliche Probleme sind:
Heutzutage findet eine Guerilla-Aktion fast nie nur offline statt. Sie wird so inszeniert, dass sie "instagrammable" ist. Nutzer fotografieren die Aktion und teilen sie auf Plattformen wie TikTok oder Instagram. Dadurch erreicht eine lokale Aktion in einer Kleinstadt durch virale Effekte innerhalb weniger Stunden ein Millionenpublikum weltweit.
letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026