Inbound-Marketing (engl. inbound „ankommend“) ist eine Marketingstrategie. Ziel ist es, mittels mehrwertigen Inhalten, Gratis-Tools, Checklisten etc., die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu wecken. Damit sollen die potenziellen Kunden von alleine einen ersten und nicht werblichen Kontakt mit einer Marke aufbauen.
Haben Inhalte, Tools, Checklisten etc. einen tatsächlichen Mehrwert, werden sich diese zum Beispiel über Social Media oder Backlinks verbreiten, so dass sie von der Zielgruppe gefunden werden können. Dabei sind Likes, Shares und Backlinks wichtige Faktoren bei der Suchmaschinenoptimierung, was die Verbreitung durch gute Rankings zu relevanten Suchbegriffen unterstützt.
Über diese Kanäle kann der potenzielle Kunde die Inhalte finden:
Ziel des Inbound-Marketings ist die Lead-Generierung, um einen potenziellen Kunden mit der Marke oder einem Produkt vertaut zu machen, um ihn später als Kunden zu gewinnen. Wird dieser Prozess professionalisiert, spricht man von Lead Nurturing.
Das Gegenstück zu Inbound-Marketing ist Outbound-Marketing. Hier wird die Zielgruppe gezielt und meist werblich angesprochen, um eine Market bzw. Produkt bekannt zu machen. TV-Werbung, Radiospots, Prinanzeigen, Werbung per Post, Telefonmarketing sind klassische Outbound-Marketing-Kanäle. Im Onlinemarketing gehören Display-Marketing oder Social-Media-Advertising zu den Outbound-Marketing-Kanäle. Bei Suchmaschinenwerbung scheiden sich die Geister. In einigen Definitionen gehört SEA zum Inbound-Marketing, da der Nutzer bei seiner Recherche in Suchmaschinen über Textanzeigen nicht direkt angesprochen wird, sondern sich ein Unternehmen im relevanten Umfeld platziert. In anderen Definitionen zählt es nicht zu den Inbound-Marketing-Kanäle, da es bezahlte Werbung ist.
Inbound-Marketing ist eine Marketing-Methode, die darauf basiert, von potenziellen Kunden aktiv gefunden zu werden. Anstatt Werbebotschaften ungefragt nach außen zu senden, ziehen Unternehmen Kunden durch hilfreiche, relevante und hochwertige Inhalte an, die ein spezifisches Problem lösen oder ein Bedürfnis befriedigen.
Der Hauptunterschied liegt in der Richtung der Kommunikation:
Früher sprach man vom Sales Funnel, heute nutzt man das Flywheel (Schwungrad). Es besteht aus drei Phasen:
Die wichtigsten Säulen des Inbound-Marketings sind:
Im Jahr 2026 vertrauen Nutzer klassischer Werbung immer weniger. Durch Werbeblocker und Ad-Fatigue sinkt die Reichweite von Outbound-Kanälen. Inbound-Marketing hingegen baut auf E-E-A-T (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit) auf. Nutzer kaufen dort, wo sie sich zuvor kompetent beraten gefühlt haben.
letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026
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