Definition Display-Marketing (Display-Advertising)

Display-Marketing (oft auch als Display-Advertising bezeichnet) ist ein Sammelbegriff für alle grafischen Werbemaßnahmen im Internet. Während die Suchmaschinenwerbung (SEA) primär auf Texten basiert, nutzt Display-Marketing visuelle Elemente wie Bilder, Animationen, Videos und interaktive Grafiken. Man kann es sich als die digitale Weiterentwicklung der klassischen Plakatwerbung oder der Zeitungsanzeige vorstellen – mit dem entscheidenden Vorteil der präzisen Messbarkeit und Zielgruppenansprache.

Die Vielfalt der Werbeformate

Die grafischen Werbemittel, oft pauschal als „Banner“ bezeichnet, treten in verschiedensten Formen auf. Zu den gängigsten Formaten gehören:

  • Static Banners: Einfache Bilder (z. B. im Format 728x90 Pixel), die eine klare Botschaft vermitteln.
  • Skyscraper: Hochkant-Formate, die meist am rechten Rand einer Webseite platziert sind.
  • Rich Media: Interaktive Anzeigen, die auf Nutzereingaben reagieren, Videos abspielen oder kleine Spiele enthalten.
  • Interstitials: Vollflächige Anzeigen, die beim Laden einer Seite oder zwischen zwei Inhalten eingeblendet werden.

Präzises Targeting statt Gießkannenprinzip

Die Stärke von Display-Advertising liegt in der Technologie im Hintergrund. Über Ad-Networks (wie das Google Displaynetzwerk) können Anzeigen gezielt ausgespielt werden. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:

  • Kontextuelles Targeting: Die Anzeige erscheint in einem thematisch passenden Umfeld (z. B. Werbung für Wanderschuhe auf einem Outdoor-Blog).
  • Behavioral Targeting: Die Ausspielung basiert auf dem bisherigen Surfverhalten des Nutzers.
  • Retargeting: Ein Nutzer, der bereits im eigenen Webshop war, sieht später auf anderen Webseiten Banner mit den Produkten, die er sich zuvor angesehen hat.

Praxisbeispiele für Display-Kampagnen

Display-Marketing wird häufig für zwei gegensätzliche Ziele eingesetzt:

  1. Brand Awareness: Ein Autohersteller schaltet großflächige Video-Banner auf großen Nachrichtenportalen, um die Bekanntheit eines neuen Modells zu steigern.
  2. Performance & Sales: Ein Online-Reisebüro nutzt Retargeting-Banner, um Nutzer, die eine Flugsuche abgebrochen haben, mit einem Rabattcode zur Buchung zu bewegen.

Zusammenfassend ist Display-Marketing ein unverzichtbarer Bestandteil im Marketing-Mix, um Marken visuell erlebbar zu machen und Nutzer über den gesamten Sales Funnel hinweg immer wieder subtil anzusprechen.

FAQs zu Display-Marketing & Advertising

Was ist Display-Marketing?

Display-Marketing (auch Display-Advertising) umfasst alle grafischen Werbemaßnahmen im Internet, die auf Webseiten, in Apps oder sozialen Netzwerken ausgespielt werden. Im Gegensatz zu reiner Textwerbung nutzt Display-Marketing visuelle Elemente wie Bilder, Animationen oder Videos, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und die Markenbekanntheit (Brand Awareness) zu steigern.

Welche Werbemittel-Formate gibt es?

Die Formate sind vielfältig und passen sich dem Nutzerverhalten an:

  • Klassische Banner: Statische oder animierte Grafiken (z. B. Leaderboard, Skyscraper).
  • Video-Ads: Kurze Werbespots, die vor, während oder nach einem Videoinhalt laufen (In-Stream).
  • Native Ads: Werbung, die sich optisch und inhaltlich nahtlos in das redaktionelle Umfeld einfügt.
  • Rich Media: Interaktive Formate, die auf Nutzeraktionen reagieren (z. B. Ausklappen bei Mouse-over).

Display-Marketing vs. SEA: Wo liegt der Unterschied?

Der Hauptunterschied liegt im Nutzerstatus:

  • SEA (Pull-Prinzip): Der Nutzer sucht aktiv nach einer Lösung. Die Anzeige bedient ein bestehendes Bedürfnis.
  • Display-Marketing (Push-Prinzip): Die Anzeige wird dem Nutzer basierend auf seinen Interessen oder seinem Kontext eingeblendet, auch wenn er gerade nicht aktiv sucht. Es ist ideal, um Wünsche zu wecken oder eine Marke im Gedächtnis zu verankern.

Was versteht man unter Programmatic Advertising?

Programmatic Advertising ist der automatisierte Ein- und Verkauf von Werbeflächen in Echtzeit (Real-Time Bidding). Statt Werbeplätze manuell zu buchen, entscheiden Algorithmen innerhalb von Millisekunden, welche Anzeige welchem Nutzer auf welcher Website eingeblendet wird. Dies ermöglicht ein extrem präzises Targeting und eine effiziente Budgetnutzung.

Wie misst man den Erfolg von Display-Ads?

Wichtige Kennzahlen (KPIs) für Display-Kampagnen sind:

  • Impressionen: Wie oft wurde die Anzeige eingeblendet?
  • Click-Through-Rate (CTR): Das Verhältnis von Klicks zu Impressionen: $$\text{CTR} = \frac{\text{Klicks}}{\text{Impressionen}} \times 100$$
  • Viewability: Prozentsatz der Anzeigen, die tatsächlich im sichtbaren Bereich des Nutzers waren.
  • Conversion Rate: Wie viele Nutzer haben nach dem Klick eine gewünschte Aktion ausgeführt?

letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026

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