Google Ads strategisch optimieren

Google Ads Betreuung – Ein systematischer 3-Monats-Plan

Bei vielen Unternehmen laufen Google Ads Kampagnen vor sich hin, ohne dass das volle Potenzial ausgeschöpft wird. Dabei zeigt die Praxis: Mit der richtigen Strategie und systematischer Optimierung lassen sich Umsätze um 30-50% steigern, ohne das Budget zu erhöhen. Dieser Artikel zeigt Ihnen einen praxiserprobten 3-Monats-Plan, mit dem Sie Ihre Google Ads Kampagnen Schritt für Schritt verbessern können. Sie erfahren, welche Optimierungen in welcher Reihenfolge die größte Wirkung erzielen, welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten und erhalten konkrete Tipps zur nachhaltigen Verbesserung.

 

Ein Fachartikel von Damian Zielinski (Google Ads Agentur Searchperts)

 

Warum ein strukturierter 3-Monats-Plan?

Google Ads ist leider kein "Einstellen und Vergessen"-Werkzeug, denn erfolgreiche Kampagnen erfordern kontinuierliche Aufmerksamkeit, Analyse und wiederkehrende Anpassung. Ein strukturierter Drei-Monats-Plan bietet dabei mehrere entscheidende Vorteile:

 

Ausreichend Zeit für fundierte Datenanalyse
Drei Monate geben Ihnen genügend Zeit, um valide Daten zu sammeln und Muster zu erkennen. Dabei können kurzfristige Schwankungen (etwa durch Feiertage oder saisonale Effekte) ausgeglichen und zufällige Ausschläge erkannt werden.

 

Schnell sichtbare Ergebnisse
Gleichzeitig ist der Zeitraum kurz genug, um zügig Resultate zu sehen und bei Bedarf gegenzusteuern. Sie müssen nicht monatelang warten, bis sich erste Erfolge zeigen. Bereits nach vier bis sechs Wochen werden erste Verbesserungen messbar.

 

Kombination aus Quick Wins und nachhaltigen Verbesserungen
Die Erfahrung zeigt: In den ersten Wochen lassen sich häufig schnelle Erfolge durch das Eliminieren offensichtlicher Fehler erzielen. Die folgenden Phasen nutzen Sie für strukturelle Verbesserungen, deren Wirkung sich über Monate entfaltet.

 

Planbarkeit und Erfolgskontrolle
Mit definierten Meilensteinen nach 4, 8 und 12 Wochen können Sie genau nachvollziehen, ob Sie auf Kurs sind. Abweichungen erkennen Sie frühzeitig und können darauf reagieren.

Die drei Phasen der Kampagnenoptimierung

Bevor Sie in die Details einsteigen, ist es wichtig, die Logik hinter dem 3-Monats-Plan zu verstehen. Die drei Phasen bauen systematisch aufeinander auf:

 

Phase 1 – Analyse und Fundament (Monat 1)
In dieser Phase geht es ausschließlich um Verstehen. Wie ist die aktuelle Situation? Wo liegen die größten Potenziale? Welche Ziele sind realistisch?

 

Phase 2 – Strukturelle Optimierung (Monat 2)
Mit den Erkenntnissen aus Monat 1 nehmen Sie nun grundlegende Verbesserungen vor. Diese Maßnahmen bilden das Fundament für alle weiteren Optimierungen.

 

Phase 3 – Fortgeschrittene Strategien (Monat 3)
Im dritten Monat implementieren Sie komplexere Taktiken wie detailliertes Remarketing, Feed-Optimierung für Shopping-Kampagnen und automatisierte Regeln. Diese Maßnahmen setzen auf dem in den ersten beiden Monaten geschaffenen Fundament auf.

So können Sie die Google Ads Betreuung in drei Monaten selbst übernehmen. Diese dreistufige Pyramide zeigt den Ablauf: Im ersten Monat analysiere, im zweiten Monat optimieren und im dritten Monat skalieren.

Monat 1: Status Quo analysieren und Fundament schaffen

Der erste Monat steht ganz im Zeichen der Bestandsaufnahme und Zielsetzung. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für eine gründliche Analyse, denn diese Investition zahlt sich in den folgenden Monaten mehrfach aus.

Woche 1-2: Gründliche Bestandsaufnahme durchführen

Die Analysephase beginnt mit einer systematischen Überprüfung aller relevanten Bereiche Ihrer Google Ads Kampagnen. Arbeiten Sie dabei Schritt für Schritt vor und dokumentieren Sie Ihre Erkenntnisse.

1. Kampagnenstruktur auf dem Prüfstand

Eine logische und übersichtliche Struktur ist das Fundament jeder erfolgreichen Google Ads Strategie. Idealerweise sollten Ihre Kampagnen nach Produktkategorien, Dienstleistungen oder Zielgruppen organisiert sein. Prüfen Sie folgende Aspekte:

 

Logische Strukturierung
Sind Ihre Kampagnen nach einem nachvollziehbaren System aufgebaut? Eine typische Struktur könnte so aussehen:

  • Brand-Kampagne (eigener Markenname)
  • Generic-Kampagnen nach Produktkategorien
  • Shopping-Kampagnen nach Produktgruppen
  • Remarketing-Kampagnen nach Nutzersegmenten

Trennung von Brand und Generic
Ein klassischer Fehler: Brand- und Generic-Keywords laufen in derselben Kampagne. Das Problem: Brand-Keywords haben meist deutlich höhere Conversion-Raten und niedrigere Kosten pro Klick. Wenn Sie diese mit Generic-Keywords mischen, verlieren Sie die Übersicht über die tatsächliche Performance beider Bereiche.

 

Überschneidungen identifizieren
Konkurrieren mehrere Ihrer Kampagnen um dieselben Suchbegriffe? Dies führt dazu, dass Sie gegen sich selbst bieten und unnötig Kosten verursachen. Der Keyword-Planer und die Auktion-Insights geben Ihnen Aufschluss darüber.

 

Skalierbarkeit prüfen
Ist Ihre Struktur so angelegt, dass Sie problemlos weitere Produktkategorien oder Märkte hinzufügen können? Eine durchdachte Namenskonvention und einheitliche Strukturierung erleichtern späteres Wachstum enorm.

2. Keyword-Performance im Detail analysieren

Die Keyword-Analyse bildet einen weiteren zentralen Baustein. Der Suchbegriffsbericht zeigt Ihnen, für welche tatsächlichen Suchanfragen Ihre Anzeigen ausgespielt werden – und hier finden sich häufig überraschende Erkenntnisse.

 

Suchbegriffsbericht systematisch auswerten
Exportieren Sie die Daten der letzten 90 Tage und sortieren Sie nach Impressionen. So finden Sie:

  • Hochvolumige Suchbegriffe, die Sie noch nicht als Keyword hinterlegt haben
  • Irrelevante Suchbegriffe, die Sie ausschließen sollten
  • Variationen Ihrer Keywords, die besser oder schlechter performen

Performance-Segmentierung
Teilen Sie Ihre Keywords in vier Kategorien ein:

  1. Stars:Hohe Conversions, guter CPA → Budget erhöhen
  2. Potenziale:Viele Klicks, wenige Conversions → Anzeigen oder Landingpages optimieren
  3. Geldverbrenner:Hohe Kosten, keine Conversions → pausieren oder stark einschränken
  4. Schlafende Riesen:Wenige Impressionen, gute Conversion-Rate → Gebote erhöhen

Eine visuelle Darstellung einer Keyword Performance Segmentierung, geordnet nach Conversion und Kosten.

Match-Types überprüfen
Broad Match Keywords können enormes Potenzial bergen, aber auch Budget verschwenden. Prüfen Sie für jedes Broad Match Keyword, ob der Suchbegriffsbericht zeigt, dass es für relevante Anfragen ausgespielt wird. Falls nicht: Auf Phrase Match oder Exact Match umstellen.

 

Beispiel aus der Praxis: Ein B2B-Softwareanbieter nutzte das Broad Match Keyword "Projektmanagement Software". Die Analyse zeigte: Sehr viele Klicks kamen von Studenten, die nach kostenloser Software suchten. Nach Umstellung auf Phrase Match und Ausschluss von "kostenlos", "gratis" und "Student" sank der CPA um 35%.

3. Landingpage-Audit durchführen

Ein oft vernachlässigter Aspekt ist die Überprüfung der Landingpages. Denn die beste Google Ads Anzeige nützt nichts, wenn die Zielseite nicht überzeugt oder zu langsam lädt. Aus diesem Grund sollten Sie diese fünf Überprüfungen durchführen und dementsprechend Maßnahmen zur Verbesserung anstoßen.

 

Ladezeit messen
Nutzen Sie Google PageSpeed Insights für eine detaillierte Analyse. Ziel: Unter 3 Sekunden Ladezeit auf Mobile, unter 2 Sekunden auf Desktop. Jede weitere Sekunde kostet Conversions, so steigt die Absprungrate laut Google um 32% bei 3 Sekunden Ladezeit gegenüber 1 Sekunde.

Screenshot einer schlechten Core Web Vitals-Bewertung auf PageSpeed Insights

Message Match prüfen
Setzen sich Versprechen und Formulierungen aus der Anzeige auf der Landingpage fort? Werden dieselben Begriffe oder zumindest Synonym verwendet?

 

Call-to-Action analysieren
Ist sofort klar, was der Nutzer tun soll? Gibt es einen dominanten CTA-Button oder konkurrieren mehrere Handlungsaufforderungen um Aufmerksamkeit?

 

Mobile-Optimierung testen
Über 60% der Suchanfragen erfolgen mobil, deshalb muss Ihre Landingpage einwandfrei funktionieren. Testen Sie selbst auf verschiedenen Geräten:

  • Sind Buttons groß genug für Finger?
  • Sind Formulare mobil-freundlich?
  • Funktioniert Click-to-Call?

Trust-Elemente überprüfen
Vertrauen ist gerade bei neuen Besuchern entscheidend, deshalb sollten Trsut-Elemente auf den ersten Blick sichtbar sein. Effektive Trust-Elemente sind beispielsweise:

  • Kundenbewertungen (Trustpilot, Google Reviews)
  • Gütesiegel (Trusted Shops, TÜV)
  • Sicherheitshinweise bei Zahlungen
  • Referenzkunden oder Logos bekannter Marken
  • Garantie- oder Rückgabeversprechen

Screenshot von effektiver Platzierung von Trust-Elementen im sichtbaren Footer-Bereich auf personello.de

Effektive Platzierung von Trust-Elementen im sichtbaren Footer-Bereich (Screenshot personello.de, Stand: Januar 2026).

 

Screenshot von effektiver Platzierung von Trust-Elementen im sichtbaren Header-Bereich auf searchperts.de

Effektive Platzierung von Trust-Elementen im sichtbaren Header-Bereich (Screenshot searchperts.de, Stand: Januar 2026).

4. Conversion-Tracking verifizieren

Ohne korrekte Messung sind alle Optimierungen bloßes Stückwerk. Überprüfen Sie daher unbedingt:

 

Sind alle relevanten Conversions erfasst?
Häufig werden nur Kaufabschlüsse getrackt, während wichtige Mikro-Conversions fehlen. Erfassen Sie alle für Sie relevanten Conversions.

 

Cross-Device-Tracking aktiv?
Nutzer wechseln zwischen Geräten. Ohne Cross-Device-Tracking werden viele Conversions nicht korrekt zugeordnet.

 

Google Analytics 4 verknüpft?
GA4 bietet erweiterte Analysemöglichkeiten und sollte mit Google Ads verbunden sein für tiefere Einblicke in Nutzerverhalten.

Woche 3-4: Konkrete Ziele definieren und priorisieren

Nach der Analysephase definieren Sie präzise Ziele für die kommenden drei Monate. Das ist besonders wichtig für die strategische Ausrichtung Ihrer Kampagnen sowie die Nachverfolgbarkeit Ihrer Erfolge oder Misserfolge.

 

5. Smarte Ziele formulieren

Gute Ziele sind spezifisch, messbar, realistisch und terminiert:

 

Spezifisch
Nicht: "Wir wollen mehr Umsatz". Sondern: "Umsatzsteigerung aus Google Ads um 25% bei gleichbleibendem Budget"

 

Messbar
Definieren Sie konkrete KPIs:

  • ROAS von aktuell 250% auf 350% verbessern
  • Conversion-Rate von 2,1% auf 3,2% erhöhen
  • Cost-per-Acquisition von 45€ auf 32€ senken

Realistisch
Basieren Sie Ziele auf historischen Daten und Branchenbenchmarks. Eine Verdoppelung der Conversion-Rate innerhalb von 3 Monaten ist meist unrealistisch, eine Steigerung um 30-50% hingegen durchaus machbar.

 

Terminiert
Setzen Sie Meilensteine: Nach 4 Wochen: 10% Verbesserung. Nach 8 Wochen: 20% Verbesserung. Nach 12 Wochen: 30% Verbesserung.

5. Qualitative Ziele berücksichtigen

Neben reinen Umsatzzielen spielen qualitative Faktoren eine wichtige Rolle:

 

Customer Lifetime Value erhöhen
Berücksichtigen Sie den Wert wiederkehrender Kunden. Eventuell rechtfertigt ein höherer initialer CPA sich durch höhere Wiederbestellraten.

 

Warenkorbwert steigern
Über besseres Targeting können Sie Nutzer erreichen, die höherwertige Produkte kaufen oder mehr Artikel pro Bestellung ordern.

 

Neue Zielgruppen erschließen
Definieren Sie, in welche neuen Kundensegmente Sie vorstoßen möchten und mit welchen Budgets Sie experimentieren wollen.

 

Marktanteil gewinnen
Besonders in hart umkämpften Nischen kann die Gewinnung von Marktanteilen wichtiger sein als unmittelbarer ROAS.

Monat 2: Strategisches Setup und erste Optimierungen

Mit den Erkenntnissen aus dem ersten Monat gehen Sie nun strategisch an die Optimierung heran. Der zweite Monat steht im Zeichen struktureller Verbesserungen und konkreter Maßnahmen und ist vermutlich die Phase des 3-Monats-Plans, die den höchsten Arbeitsaufwand mit sich bringt.

Woche 5-6: Kampagnenstruktur grundlegend überarbeiten

1. Brand vs. Generic trennen – Die wichtigste Strukturregel

Eine der fundamentalsten Regeln lautet: Trennen Sie Brand- und Generic-Keywords strikt voneinander. Diese Trennung ermöglicht:

  • Präzise Budget-Allokation
    Brand-Kampagnen sollten nie Budget-limitiert sein – Sie verlieren sonst Kunden an Wettbewerber. Generic-Kampagnen hingegen benötigen Budget-Kontrolle.
     
  • Unterschiedliche Gebotsstrategien
    Für Brand-Keywords können Sie auf "Maximale Conversions" setzen, bei Generic-Keywords benötigen Sie oft Target-CPA oder Target-ROAS zur Profitabilitätssicherung.
     
  • Spezifische Anzeigentexte
    Bei Brand-Suchanfragen erwarten Nutzer andere Informationen als bei Generic-Searches. Brand-Anzeigen können auf Vertrauen und Breite des Angebots fokussieren, Generic-Anzeigen müssen überzeugen, warum der Nutzer gerade Sie wählen sollte.

    Bonus-Tipp: Viele Unternehmen kaufen ihren Brand-Traffic unbemerkt über Performance Max Kampagnen ein. Oft zu deutlich höheren CPCs als im Suchnetzwerk. Schließen Sie daher Ihre Markennamen explizit aus PMax aus und steuern Sie Brand-Traffic über dedizierte Suchkampagnen. Das senkt die Kosten pro Klick in vielen Fällen erheblich.

2. Anzeigengruppen verfeinern

Jede Anzeigengruppe sollte thematisch eng fokussiert sein mit maximal 10-15 Keywords. Diese Beschränkung empfiehlt sich aus den folgenden Gründen:
 

Relevantere Anzeigentexte
Je enger die Keyword-Gruppe, desto präziser können Sie Anzeigentexte formulieren und Keywords in Überschriften integrieren.
 

Höherer Qualitätsfaktor
Google bewertet die Relevanz zwischen Keyword, Anzeige und Landingpage. Eng fokussierte Anzeigengruppen erzielen systematisch bessere Qualitätsfaktoren.
 

Einfachere Optimierung
Wenn Performance-Probleme auftreten, können Sie schneller die Ursache identifizieren.
 

Beispiel Vorher/Nachher:

Vorher: Eine Anzeigengruppe "Sportschuhe" mit 45 Keywords

  • Laufschuhe kaufen
  • Tennisschuhe günstig
  • Fußballschuhe Nike
  • Basketballschuhe Herren
  • [... 41 weitere]

Nachher: Vier fokussierte Anzeigengruppen

Anzeigengruppe "Laufschuhe":

  • Laufschuhe kaufen
  • Laufschuhe Herren
  • Joggingschuhe
  • [7 weitere eng verwandte Keywords]

Anzeigengruppe "Tennisschuhe":

  • Tennisschuhe kaufen
  • Tennisschuhe Herren
  • Hallentennisschuhe
  • [7 weitere eng verwandte Keywords]

[Entsprechend auch für Fußball- und Basketballschuhe]

3. Negative-Keyword-Strategie implementieren

Negative Keywords gehören zu den effektivsten Hebeln für Budget-Optimierung in Google Ads. Ein systematischer Aufbau spart typischerweise 15-30% Budget bei gleichbleibenden oder sogar steigenden Conversions.
 

Ebenen-System für Negative Keywords:

Ebene 1: Kampagnenübergreifende Liste
Begriffe, die generell ausgeschlossen werden sollen:

  • kostenlos, gratis, umsonst, free
  • gebraucht, second hand (falls nur Neuware verkauft wird)
  • reparatur, defekt (bei Nicht-Service-Anbietern)
  • selber machen, DIY, Anleitung (bei Nicht-DIY-Produkten)
  • Job, Karriere, Ausbildung, Stellenangebot

Ebene 2: Kampagnenspezifische Ausschlüsse
In der Brand-Kampagne ausschließen:

  • Wettbewerber-Marken
  • Jobs, Karriere (beim eigenen Markennamen)

In Generic-Kampagnen ausschließen:

  • Wettbewerber-spezifische Begriffe
  • Eigene Markennamen (werden in Brand-Kampagne erfasst)

Ebene 3: Anzeigengruppen-Ausschlüsse
In der Anzeigengruppe "Laufschuhe Herren":

  • Damen, Frauen, Mädchen
  • Kinder, Kids, Jungen

Workflow für kontinuierliche Optimierung:

  1. Regelmäßig Suchbegriffsbericht exportieren
  2. Irrelevante Begriffe markieren
  3. Entscheiden: Auf Kampagne, Anzeigengruppe oder Konto-Ebene ausschließen?
  4. Negative Keywords hinzufügen
  5. Nach 2 Wochen prüfen: Sind Impressionen/Kosten gesunken? Conversions stabil?

Beispiel aus der Praxis: Ein Online-Shop für Profiwerkzeug investiert monatlich ca. 8.000€ in Google Ads. Durch systematischen Aufbau negativer Keywords (insbesondere Ausschluss von "billig", "günstig", "Angebot", "Sale" bei Premium-Produkten) sinken die Werbeausgaben auf 6.200€ bei gleichzeitig 12% mehr Conversions. Grund: Die verbleibenden Klicks kamen von qualifizierteren Interessenten.

4. Gebotsstrategien optimieren

Automatische Gebotsstrategien wie Target-ROAS oder Target-CPA können hervorragende Ergebnisse liefern, wenn sie richtig eingesetzt werden. Deshalb sollten folgende Voraussetzungen für automatische Gebotsstrategien erfüllt sein:

  • Mindestens 30 Conversions in den letzten 30 Tagen pro Kampagne
  • Stabile Conversion-Tracking-Daten
  • Ausreichend Budget (min. 10x täglicher Ziel-CPA)
  • Realistische Ziel-Vorgaben

Faustregel für Ziel-CPA:
Setzen Sie initial auf 120-130% des aktuellen durchschnittlichen CPA. Nach 2-3 Wochen können Sie schrittweise verschärfen.
 

Faustregel für Ziel-ROAS:
Starten Sie mit 80-90% des aktuellen ROAS. Nach stabiler Performance langsam erhöhen.
 

Lernphase respektieren:
Google benötigt mindestens 2 Wochen zum Lernen. In dieser Zeit:

  • Keine weiteren strukturellen Änderungen
  • Budget nicht massiv verändern
  • Ziele nicht anpassen, Performance-Schwankungen sind normal

Beispiel-Timeline Umstellung auf Smart Bidding:

Woche 1: Vorbereitung: Conversion-Tracking verifizieren, historische Performance analysieren und Ziel-CPA/ROAS definieren.
 

Woche 2: Umstellung: Auf Zielstrategie umstellen und tägliches Monitoring durchführen (ohne Eingriffe!).
 

Woche 3-4: Lernphase: Performance kann schwanken, der Algorithmus sammelt Daten. Sie sollten noch keine Optimierungen vornehmen.
 

Woche 5: Erste Bewertung: Performance vergleichen und eventuell Ziele leicht anpassen.
 

Woche 6-8: Feintuning: Ziele schrittweise optimieren und Kampagnenstruktur bei Bedarf anpassen.

Woche 7-8: Anzeigen und Landingpages perfektionieren

1. Responsive Suchanzeigen richtig aufsetzen

Responsive Suchanzeigen (RSA) sind mittlerweile der Standard bei Google Ads. Sie ermöglichen es Google, automatisch die effektivsten Kombinationen aus Überschriften und Beschreibungen zu testen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Anzeigentexte aufgebaut werden können, um gut zu performen. Natürlich müssen Sie Anzeigentexte immer im jeweiligen Kontext Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung verfassen.
 

RSA-Struktur:

10-15 Überschriften erstellen
Decken Sie verschiedene Argumentationslinien ab:

  • Keyword-fokussiert: "Laufschuhe für Herren"
  • Nutzenorientiert: "Perfekter Halt bei jedem Schritt"
  • Preisfokussiert: "Ab 59€ versandkostenfrei"
  • Qualitätsargument: "Testsieger seit 2015"
  • Aktionsbezogen: "20% Rabatt auf Neuheiten"
  • Social Proof: "Über 50.000 zufriedene Läufer"
  • USP: "Kostenlose Rücksendung 365 Tage"
  • Emotion: "Laufen Sie zu Bestleistungen"
  • Call-to-Action: "Jetzt passende Schuhe finden"

4 Beschreibungen formulieren
Nutzen Sie die vollen 90 Zeichen:

  • Beschreibung 1: Produktvorteile und Features detailliert
  • Beschreibung 2: Service-Vorteile und Vertrauensargumente, CTA
  • Beschreibung 3: Aktion und Dringlichkeit
  • Beschreibung 4: Alternative Argumentationslinie, CTA

Pinning strategisch einsetzen
Sie können einzelne Überschriften an bestimmte Positionen "pinnen". Beispielsweise so:

  • Position 1: Hauptkeyword oder stärkster USP
  • Position 2: Features, Benefits, Proof
  • Position 3: Call to Action oder Marken Claim

Asset-Performance überwachen
Google zeigt nach einigen Wochen, welche Überschriften/Beschreibungen am besten performen:

  • "Low" Performance: Austauschen
  • "Good" Performance: Behalten
  • "Best" Performance: Variationen davon erstellen

2. USPs klar herausstellen

Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb? Diese Differenzierung muss in Anzeigen und auf Landingpages kristallklar kommuniziert werden, damit Sie sich vom Wettbewerb abheben und potenzielle Kunden eine konkrete Vorstellung Ihrer Leistung haben.
 

Typische USPs, die funktionieren:

  • Kostenloser Versand / kostenlose Rücksendung
  • Schnelle Lieferung (24h, Same Day)
  • Größte Auswahl / spezialisiertes Sortiment
  • Exklusivität (offizielle Partner, limitierte Produkte)
  • Garantie-Versprechen (Geld-zurück, Zufriedenheit)
  • Expertise (seit X Jahren, Y zufriedene Kunden)
  • Service (persönliche Beratung, Chat, Hotline)
  • Nachhaltigkeit / soziale Verantwortung

USPs testen:
Nicht jeder USP funktioniert gleich gut. Testen Sie systematisch: Welche Argumente in Überschriften funktionieren? Welche Argumentationslinien führen zu Conversions? Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Kampagnen?

3. Landingpage-Optimierung vorantreiben

Während Anzeigen Klicks generieren, entscheiden Landingpages über Conversions. Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
 

Message Match perfektionieren
Die Überschrift Ihrer Landingpage sollte das Versprechen der Anzeige aufgreifen: Zeigt die Anzeige: "20% Rabatt auf Laufschuhe", dann sollte die Landingpage-Überschrift beispielsweise "Ihre 20% Rabatt auf Premium-Laufschuhe" lauten oder es sollte ein gut sichtbarer Badge mit einem 20%-Versprechen im Header der Landingpage platziert sein. Findet der Kunde das Versprechen nicht auf Anhieb, verlieren Sie nicht nur einen Umsatz, sondern auch langfristig sein Vertrauen. Er merkt sich: “Ich wurde mit einem Angebot gelockt, das nicht zur Verfügung stand.”

Screenshot von Google Ads Anzeige und Landingpage der Anzeige. Der Vergleich zeigt idealen Message Match.

Trust-Elemente strategisch platzieren: Zeigen Sie 3-4 verschiedene Trust-Signale (Bewertungen, Siegel, Garantien, Referenzkunden), aber überfrachten Sie die Seite nicht. Effektive Positionen für Trust-Elemente sind:

  • Direkt unter dem Hauptangebot
  • Neben dem CTA-Button
  • Im Header
  • Im Footer (immer sichtbar)
  • Bei Zahlungs-/Checkout-Informationen

Speed-Optimierung ernst nehmen

Ladezeit-Verbesserungen zahlen sich direkt aus:

  • Von 3s auf 2s: +15% Conversion-Rate
  • Von 5s auf 2s: +30-40% Conversion-Rate

Screenshot einer guten Core Web Vitals-Bewertung auf PageSpeed Insights

Quick Wins für schnellere Ladezeiten:

  • Bilder komprimieren
  • Browser-Caching aktivieren
  • CSS/JavaScript minimieren
  • Content Delivery Network (CDN) nutzen
  • Lazy Loading für Bilder unterhalb des Folds

Monat 3: Feed-Pflege und fortgeschrittene Strategien

Im dritten Monat implementieren Sie fortgeschrittene Optimierungstaktiken, um die letzten Prozentpunkte an Performance herauszuholen.

Woche 9-10: Google Shopping Feed professionalisieren

Falls Sie Google Shopping nutzen, ist die Feed-Qualität oft der entscheidende Erfolgsfaktor. Viele Händler unterschätzen massiv, wie wichtig gut gepflegte Produktdaten sind.

1. Produkttitel strategisch optimieren

Der Produkttitel ist das wichtigste Element für Rankings in Shopping-Kampagnen. Google nutzt den Titel, um zu entscheiden, bei welchen Suchanfragen Ihr Produkt erscheint.
 

Optimale Titel-Struktur: Marke + Produkttyp + Hauptmerkmal + Spezifikation + Zusatzinfo
 

Beispiele: Anstatt "Sneaker blau Gr. 42" sollten Sie eher "Nike Air Max 270 Laufschuhe Herren Blau Gr. 42 React Foam" verwenden. Ein anderes Beispiel: "Laptop" ist nicht spezifisch genug. Besser wäre "HP Pavilion 15 Laptop 15,6 Zoll Full HD Intel i5 8GB RAM 512GB SSD".
 

Regeln für optimale Produkttitel:

  1. Wichtigste Keywords an den Anfang
  2. 70-150 Zeichen optimal nutzen
  3. Marke immer angeben
  4. Messbare Eigenschaften inkludieren (Größe, Gewicht, Leistung, Maße)
  5. Keine Sonderzeichen oder billige Werbefloskeln

2. Produktbeschreibungen ausarbeiten

Während Titel für Rankings entscheidend sind, beeinflussen Beschreibungen die Kaufentscheidung.
 

Optimale Beschreibungs-Struktur:

Erste 500 Zeichen (entscheidend):

  • Hauptvorteile und Anwendungsfälle
  • Wichtigste technische Spezifikationen
  • USPs des Produkts

Restliche Zeichen:

  • Detaillierte technische Daten
  • Materialinformationen
  • Pflegehinweise
  • Kompatibilitäten

Beispiel:

Schlecht (50 Zeichen): "Hochwertige Jacke aus Polyester in verschiedenen Farben."
 

Gut (500+ Zeichen): "Die wasserdichte Outdoor-Jacke XYZ bietet optimalen Schutz bei Wind und Wetter. Die atmungsaktive 3-Lagen-Membran (20.000mm Wassersäule) hält Sie auch bei Starkregen trocken, während die Belüftungszonen unter den Armen für ein angenehmes Körperklima sorgen. Technische Details: Material 100% Polyester, verstellbare Kapuze, YKK-Reißverschlüsse, Packmaß 25x15cm, Gewicht 380g. Erhältlich in den Größen S-XXL in den Farben Schwarz, Navy, Rot. Ideal für Wandern, Trekking, Camping und Alltag. Maschinenwaschbar bei 30°C. 2 Jahre Herstellergarantie."

3. Produktbilder professionalisieren

Bilder sind der wichtigste Faktor für Klicks in Shopping Ads. Investitionen in professionelle Produktfotografie zahlen sich direkt aus.

 

Mindestanforderungen

Best Practices

No Gos

800x800 Pixel

Mehrere Perspektiven (Vorder-, Rück-, Seitenansicht)

Wasserzeichen oder Logos

Besser: 1200x1200 und höher

Bei Kleidung: Getragen und auf weißem Hintergrund

Promo-Texte im Bild (SALE!)

Weißer oder sehr heller, neutraler Huntergrund

Bei Elektronik: Produktdetails und Anschlüsse zeigen

Verpixelte oder unscharfe Aufnahmen

Produkt nimmt mind. 75-85% des Bildes ein

Bei Möbeln: In Raum-Setting und freigestellt

Produkt nicht im Fokus oder schwer erkennbar


Bonus-Tipp: Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Siegel im Hauptbild sowohl die Klickrate als auch die Conversion Rate steigern kann. Beispielsweise Qualitäts-, Garantie-, oder TÜV-Siegel.

 

4. Verfügbarkeit und Preise aktuell halten

Nichts frustriert Nutzer mehr als vergriffene Produkte oder falsche Preisangaben. Google straft solche Feeds außerdem ab.
 

Feed-Update-Frequenz:

  • Täglich: Absolute Mindestanforderung
  • Stündlich: Empfohlen bei schnell wechselnden Beständen
  • Real-time: Ideal für hochkompetitive Bereiche

Automatisierung implementieren:

  • API-Anbindung zu Warenwirtschaftssystem
  • Automatische Feed-Generierung
  • Scheduled Tasks für regelmäßige Updates

Was aktuell gehalten werden muss:

  • Verfügbarkeit (in_stock / out_of_stock)
  • Preise (inkl. Aktionspreise)
  • Lieferzeiten
  • Produktvarianten (Farben, Größen)

Woche 11-12: Fortgeschrittene Targeting-Strategien implementieren

1. Intelligentes Remarketing aufsetzen

Remarketing gehört zu den effektivsten Taktiken im Google Ads Arsenal. Die Kunst liegt in der richtigen Segmentierung.

 

Remarketing-Pyramide (von höchster zu niedrigster Priorität):

Ebene 1: Warenkorbabbrecher (höchste Priorität)

  • Nutzer, die Produkte in den Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft haben
  • Gebote: 200-300% der Basis-Gebote
  • Anzeigen: Spezifisch auf verlassene Produkte
  • Incentive: Versandkosten-Rabatt, 5-10% Discount
  • Zeitfenster: 1-7 Tage nach Abbruch
  • Budget: Nicht limitieren!

Ebene 2: Produktseiten-Besucher

  • Nutzer, die Produktseiten angesehen haben
  • Gebote: 150-200% der Basis-Gebote
  • Anzeigen: Produktkategorie-spezifisch
  • Zeitfenster: 7-30 Tage
  • Budget: Großzügig allokieren

Ebene 3: Kategorie-Browser

  • Nutzer, die Kategorieseiten besucht haben
  • Gebote: 100-150% der Basis-Gebote
  • Anzeigen: Breites Sortiment zeigen
  • Zeitfenster: 14-60 Tage
  • Budget: Moderat

Ebene 4: Homepage-Besucher

  • Nutzer, die nur die Startseite gesehen haben
  • Gebote: 80-100% der Basis-Gebote
  • Anzeigen: Markenbildung, breites Portfolio
  • Zeitfenster: 30-90 Tage
  • Budget: Konservativ

Fortgeschrittene Segmentierung:

Zeitbasiert:

  • Letzte 1-3 Tage (höchste Kaufabsicht)
  • Letzte 4-7 Tage (hohe Kaufabsicht)
  • Letzte 8-14 Tage (moderate Kaufabsicht)
  • Letzte 15-30 Tage (geringe Kaufabsicht)

Behavioral:

  • Mehrfach-Besucher vs. Einmal-Besucher
  • Lange Verweildauer (>3 Minuten) vs. kurz
  • Viele Seitenaufrufe vs. wenige

2. Automatisierte Regeln implementieren

Automatisierte Regeln sparen Zeit und stellen sicher, dass Optimierungen zeitnah umgesetzt werden, auch wenn Sie gerade nicht aktiv ins Konto schauen.
 

Sinnvolle automatisierte Regeln:

Regel 1: Underperformer pausieren

  • Bedingung: Keywords mit >50 Klicks in letzten 30 Tagen OHNE Conversion
  • Aktion: Keyword pausieren
  • Frequenz: Wöchentlich prüfen

Regel 2: Top-Performer pushen

  • Bedingung: Keywords mit ROAS >150% des Zielwerts
  • Aktion: Gebote um 20% erhöhen (max. 3,00€)
  • Frequenz: Wöchentlich

Regel 3: Budget-Warnungen

  • Bedingung: 80% des Tagesbudgets vor 18:00 Uhr verbraucht
  • Aktion: E-Mail-Benachrichtigung
  • Frequenz: Täglich

Regel 4: Quality Score Management

  • Bedingung: Anzeigen mit Quality Score <3 über 7 Tage
  • Aktion: Anzeige pausieren
  • Frequenz: Wöchentlich

Regel 5: Saisonale Anpassungen

  • Bedingung: Bestimmte Wochentage/Uhrzeiten
  • Aktion: Gebote um X% anpassen
  • Beispiel: Freitag 14-18 Uhr +30% (höhere Conversion-Rate)

Vorsicht bei Automatisierung:

  • Nicht zu viele Regeln gleichzeitig aktivieren
  • Regeln können sich gegenseitig beeinflussen
  • Regelmäßig Logs überprüfen
  • Schwellenwerte realistisch setzen

Tipps und Tricks für nachhaltige Verbesserungen

Über die strukturierten Optimierungen der drei Monate hinaus gibt es bewährte Praktiken, die langfristig zu besseren Ergebnissen führen und wir Ihnen gerne ans Herz legen möchten.
 

Etablieren Sie eine feste Routine für regelmäßige Kampagnenoptimierungen und führen Sie kontinuierlich A/B-Tests durch, um herauszufinden, welche Anzeigentexte, Landingpages und Strategien für Google Ads am besten funktionieren. Berücksichtigen Sie saisonale Trends in Ihrer Branche und passen Sie Budgets sowie Gebote entsprechend an Nachfrageschwankungen an. Setzen Sie konsequent auf eine Mobile-First-Strategie, da mittlerweile über 60 Prozent aller Suchanfragen auf Smartphones erfolgen. Arbeiten Sie außerdem kontinuierlich an der Verbesserung Ihres Qualitätsfaktors, denn dieser senkt Ihre Kosten pro Klick deutlich und verbessert Ihre Anzeigenposition. Bleiben Sie durch Fachblogs und Webinare immer auf dem neuesten Stand, denn Google Ads entwickelt sich ständig weiter und neue Features können Ihnen entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden

Aus der Analyse hunderte Google Ads Konten kristallisieren sich typische Fehler heraus, die Performance massiv beeinträchtigen. Es lassen sich zwar nicht alle Fehler kurz und übersichtlich zusammenfassen, wenn Sie jedoch die nachfolgenden versuchen zu vermeiden, sind Sie auf dem richtigen Weg:

Fehler 1: Zu breite Keyword-Match-Types

Hohe Klickzahlen, niedrige Conversion-Rate, viele irrelevante Suchbegriffe im Bericht.

Lösung

  • Starten Sie mit Phrase Match oder Exact Match
  • Nutzen Sie Broad Match nur mit umfangreichen Negative-Keyword-Listen
  • Überwachen Sie wöchentlich den Suchbegriffsbericht

Beispiel
Ein Versicherungsmakler nutzt Broad Match "Lebensversicherung". Ergebnis: Anzeigen erschienen bei "Lebensversicherung kündigen", "Lebensversicherung auszahlen lassen", "ist Lebensversicherung noch sinnvoll". Alles Suchanfragen von Bestandskunden, nicht Neukunden. Eine Umstellung auf Phrase Match + negative Keywords senkt die Kosten gewaltig.

Fehler 2: Zu viele Keywords pro Anzeigengruppe

Führt zu niedrigem Quality Score, hohen CPCs und schlechter CTR.

Lösung
Maximal 10-15 eng verwandte Keywords pro Anzeigengruppe. Lieber mehr Anzeigengruppen mit spitzem Fokus.

Fehler 3: Vernachlässigte Landingpages

Alle Anzeigen leiten auf die Homepage statt auf spezifische Produktseiten.Gute CTR, schlechte Conversion-Rate, hohe Absprungrate.
 

Lösung

Erstellen Sie keyword-spezifische Landingpages oder nutzen Sie bestehende Produktseiten als Zielseiten.

Fehler 4: Ignorieren von Anzeigenplanung

Anzeigen laufen 24/7 mit gleichen Geboten, obwohl Conversions zu bestimmten Zeiten deutlich besser sind.Das führt zu verschwendetem Budget in conversion-schwachen Zeiten.

Lösung
Analysieren Sie Performance nach Wochentag und Tageszeit. Passen Sie Gebote entsprechend an oder pausieren Sie unprofitable Zeiten.
 

Beispiel
Ein B2B-Anbieter stellt fest: 70% aller Conversions liegen zwischen Mo-Fr 9-17 Uhr. Die Wochenenden und Nächte wurden pausiert und das Budget in Kernzeiten erhöht.

Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist

Auch wenn dieser detaillierte 3-Monats-Plan Ihnen alle Werkzeuge an die Hand gibt, um Ihre Google Ads Kampagnen eigenständig deutlich zu verbessern, gibt es durchaus Situationen, in denen professionelle Unterstützung den Unterschied zwischen verbesserten und herausragenden Ergebnissen ausmachen kann.
 

Szenarien für professionelle Betreuung:

  • Komplexes Produktsortiment mit tausenden Artikeln
  • Internationale Kampagnen in mehreren Sprachen
  • Begrenzte zeitliche Ressourcen
  • Stagnierende Performance trotz Optimierungsversuchen
  • Hohe Werbebudgets ab 10.000 Euro monatlich

Eine spezialisierte Google Ads Betreuung bringt jahrelange Erfahrung, Zugriff auf erweiterte Tools und Beta-Features mit. Der in diesem Artikel beschriebene 3-Monats-Plan entspricht im Prinzip den 90-Tage-Wachstumssprints, mit denen spezialisierte Google Ads Agenturen arbeiten. Der Unterschied: Experten setzen die Optimierungen auf Basis jahrelanger Erfahrung noch präziser und effizienter um. Sie kennen Abkürzungen, wissen, welche Tests sich lohnen, und vermeiden typische Fallstricke. Die Investition amortisiert sich häufig bereits nach wenigen Monaten durch verbesserte Performance und eingesparte Werbekosten.

Fazit: Der Weg zu messbaren Erfolgen durch systematische Optimierung

Mit diesem 3-Monats-Plan haben Sie einen detaillierten Fahrplan für die Optimierung Ihrer Kampagnen und können Ihre Google Ads Betreuung selbst übernehmen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der systematischen Herangehensweise:
 

Erst analysieren, dann planen, schließlich umsetzen und kontinuierlich optimieren.

Starten Sie mit der Bestandsaufnahme und legen Sie den Grundstein für messbar bessere Ergebnisse. Nutzen Sie diesen Artikel als Checkliste und arbeiten Sie Schritt für Schritt die einzelnen Optimierungsbereiche ab. Und selbst wenn Sie nicht alle Optimierungen selbst umsetzen möchten oder können, hilft Ihnen allein das Verständnis der Zusammenhänge, bessere Entscheidungen zu treffen und das Potenzial Ihrer Google Ads Kampagnen realistisch einzuschätzen.

Über Damian Zielinski

Damian ZielinskiDamian Zielinski ist Gründer von Searchperts. Die Experten von Searchperts setzen in ihrer Google Ads Betreuung konsequent auf strukturierte 90-Tage-Wachstumssprints: analysieren, optimieren, skalieren. Mit dieser Strategie und über 15 Jahren Erfahrung im Bereich Suchmaschinenwerbung hat das Team bereits über 797 Millionen Euro E-Commerce-Umsatz für Kunden erzielt. Damian teilt sein Expertenwissen regelmäßig in Fachartikeln und Vorträgen, um Unternehmen dabei zu helfen, das volle Potenzial ihrer Maßnahmen im Onlinemarketing auszuschöpfen.

Google Ads Betreuung – Ein systematischer 3-Monats-Plan
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  • Praxisbezug
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