Was ist Performance-Marketing?

Performance-Marketing: Strategie, Kanäle, KPIs und Optimierung

Optimierungsprozess im Performance-Marketing

Optimierungsprozess im Performance-Marketing

Das Onlinemarketing erlaubt uns, den Erfolg unserer Maßnahmen in Echtzeit zu messen und diese Maßnahmen sofort anzupassen. Was liegt da näher als eine Strategie zu entwickeln, die unsere Maßnahmen in einem fortlaufenden Prozess optimiert. So entstand das Performance-Marketing.

 

Ein Fachartikel von Markus Mattscheck

 

Über den Inhalt

Was ist Performance-Marketing?

Performance-Marketing bezeichnet im Onlinemarketing eine Strategie, bei der Marketing-Maßnahmen zu messbaren Reaktionen führen (engl. performance = Leistung). Dabei wird Performance-Marketing in der Neukundengewinnung und Kundenbindung angewendet.

 

Reaktionen im Performance-Marketing können zum Beispiel Klicks auf Werbebanner sein, die Registrierung für einen Newsletter oder der Kauf eines Produkts in einem Online-Shop.

 

Die Erfolgsmessung im Performance-Marketing findet im Onlinemarketing über das Web-Controlling statt. Dies kann über das eigene Web-Analyse-Tool stattfinden und / oder über die Statistiken des Anbieters, bei dem die Maßnahmen / Werbung umgesetzt wurden.

Merkmale im Performance-Marketing

Performance-Marketing zeichnet sich besonders durch folgende Merkmale aus:

  • Messbarkeit
    Die Ziele im Performance-Marketing werden über die Erfolgskennzahlen gemessen. Hier sprechen wir von KPIs, den Key Performance Indicators. Die Reaktionen der Zielgruppe müssen eindeutig, zeitnah und vollständig messbar sein.
     
  • Modularität
    Maßnahmen im Performance-Marketing bestehen meist aus vielen unterschiedlichen Kampagnen und Werbemitteln. Diese werden unabhängig voneinander budgetiert und gemessen.
     
  • Optimierung
    Die Erfolgsmessung liefert die Basis für die Optimierung. Dabei werden verschiedene Parameter (Werbetexte, Gestaltung der Werbemittel, Targeting, Klickpreise usw.) angepasst. Die fortlaufende Optimierung der einzelnen Maßnahmen führt dabei zu einer Steigerung des Erfolges.

Optimierungskreislauf im Performance-Marketing

Wie in vielen Strategien setzt auch das Performance-Marketing auf eine fortlaufende Optimierung. Dieser Prozess kann als Optimierungskreislauf bezeichnet werden, der in vier Bereiche unterteilt werden kann: Zieldefinition, Umsetzung, Kontrolle und Optimierung.

Optimierungskreislauf im Performance-Marketing

Zielsetzung im Performance-Marketing

Wie bei jeder anderen Marketingstrategie spielen die Ziele eine wichtige Rolle. Sie bestimmen die Art und die Umsetzung von Kampagnen. Um die Kampagnenleistung zu messen, müssen Sie zunächst Ihre Ziele definieren. Dabei müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Ziele gut über die KPIs messbar sind.

  • Was genau möchte ich erreichen?
  • Wann oder in welchem Zeitraum möchte ich dies erreichen?
  • Welches Budget möchte / kann ich dafür verwenden?

Die primäre Basis sollten Marketing- und Unternehmensziele auf einem höheren Niveau sein (z. B. Konversionsziele oder Steigerung des Umsatzes um x Prozent gegenüber dem Vorjahr). Einige von ihnen ergänzen sich, aber es gibt auch Ziele, die miteinander konkurrieren. Ein gutes beispiel für konkurrierende Ziele sind Reichweitensteigerungen bei steigender Konversionsrate. Denn oft ist mit der Steigerung von Reichweiten eine Steigerung der Streuverluste verbunden. Und Streuverluste schmälern die Konversionsraten.

 

Sie können Ziele wie folgt unterscheiden:

  • Unternehmensziele (Gewinnmaximierung, Vollbeschäftigung, Kostendeckung etc.)
  • ökonomische Marketingziele (Umsatz, Marktanteile etc.)
  • psychologische Marketingziele (Bekanntheit, Image, Kundenbindung etc.)
  • Kampagnenziele

Abhängig davon, welche Marketingkanäle Sie im Rahmen Ihrer Kampagne auswählen, nutzen Sie passende KPIs, um Ihre Ziele zu messen. Diese einfachen Beispiele veranschaulichen, wie Sie verschiedene Marketingziele formulieren können:

Beispiel für Marketingziele und passende Kampagnenziele mit definierten KPIs

  • Steigerung der Markenbekanntheit > Generieren Sie 2.000.000 Kontakte mit mindestens 10.000 Klicks in Ihrer Kernzielgruppe. Beispiele für passende KPIs sind Impressions und Klicks.
     
  • Produktinteresse steigern > Generieren Sie in zwei Monaten 1.000 Informationsanfragen bei einem Budget von maximal 5.000 Euro. Beispiele für passende KPIs sind Konversions / Informationsanfragen, Konversionsrate Klicks zu Anfragekonversion, Kosten pro Konversion / Cost per Lead.
     
  • Datenbasis an potenziellen Kunden ausbauen > Pro Quartal 5.000 neue Newsletter-Abonnenten generieren. Dabei stehen interne Personalressourcen aber kein Werbebudget zur Verfügung. Die Öffnungsquote in dieser Gruppe soll mindestens 25% betragen. Beispiele für passende KPIs sind Klicks zur Newsletter-Registrierungsseite, Absprungrate, versendete Anmeldebestätigungen, DOI-Konversionen, Öffnungsrate des Newsletters.
     
  • Produktverkauf steigern > 500 Bestellungen mit einem Gesamtmindestumsatz von 20.000 Euro generieren, bei einem Gesamtbudget von 3.750 Euro. Beispiele für passende KPIs sind Klicks, Sales, Cost per Sale, Konversionsraten, Umsatz oder Durchschnittsauftragswert. Aber auch negative Ziele helfen Ihnen dabei, Ihre Kampagne zu bewerten. Wenn Sie zum Beispiel erkennen, dass die Anzahl der Warenkorbabbrüche bei dieser Kampagne besonders hoch ist, müssen Sie versuchen, die Ursache dafür zu finden.

Umsetzung der Maßnahmen beim Performance-Marketing

Je nach Zielsetzung und Zielgruppe unterscheiden sich die Maßnahmen und die Kanäle. Dabei wird meist nicht nur ein Kanal genutzt, sondern Kampagnen über Multi-Channel-Marketing und Cross-Channel-Marketing umgesetzt. Dabei werden die Maßnahmen über unterschiedliche Werbeplattformen / Vermarkter gebucht.

 

Bedenken Sie auch, dass die Kanäle im Onlinemarketing unterschiedlich wirken.

 

Wirkung von Onlinemarketing-Maßnahmen

Wichtige Onlinemarketing-Kanäle im Performance-Marketing:

Performance-Marketing setzt häufig auf die Kombination verschiedener Maßnahmen in unterschiedlichen Onlinemarketing-Kanälen.

Suchmaschinenwerbung (SEA)
Suchmaschinenwerbung ist die Platzierung von verlinkten Textanzeigen auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen. Wichtige Werbeplattformen sind dabei Google Ads und Bing Ads. Bezahlt werden die generierten Klicks auf die Anzeige. Abgerechnet wird also pro Klick. Da die Menge an Klicks der Kostentreiber ist, ist die Effektivität der Landeseite einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

 

Beispiel

Es sollen Anfragen zu Krediten für Selbständige generiert werden. Die Kosten pro Klick (Cost per Click / CpC) sind in dieser Branche besonders hoch und liegen für die oberen Positionen bei 3 – 4 Euro. Für 100 Klicks müssen also 300 bis 400 Euro investiert werden. Nun geht es also nicht darum, einfach nur viele Klicks zu generieren, sondern aus dem investierten Werbebudget ein Optimum an Anfragen zu erhalten.

 

Wichtig sind dabei folgende Faktoren:


  • Passgenauigkeit des Keywords. „Kredite für Selbständige“ wäre gut. Nur „Kredite“ wäre zu allgemein und mit hohen Streuverlusten verbunden.
  • Passgenauigkeit des Anzeigentextes. Je besser der Anzeigentext das Angebot beschreibt, desto höher wird die Konversionsrate vom Klick zur Anfrage sein.
  • Überzeugung des Angebotes auf der Landeseite. Hier geht es darum, den Interessenten so effektiv wie möglich in den Anfrageprozess zu leiten und durch den Prozess zu führen. So arbeitet das Finanzportal Compeon mit kleineren Schritten, die davor schützen sollen, den Interessenten zu überfordern und den Prozessabbruch verhindern.

    1. Landeseite – Hier kann der Interessent sehr schnell eine Aktion ausführen, die ihn im Anfrageprozess weiterbringt.



    Quelle: Landeseite einer Google Ads Anzeige zu „Kredite für Selbständige“ https://www.compeon.de/kredit-selbstaendige/ – Zugriff 21.12.2020

    2. 3-stufiger Prozess für alle notwendigen Informationen für eine qualifizierte Anfrage




    Quelle: Seite im Anfrageprozess für einen Finanzierungsvergleiche auf https://www.compeon.de/ – Zugriff 21.12.2020

    In diesem Beispiel erkennt man gut die Optimierung der Konversionsfaktoren wie Relevanz, Vertrauen, Orientierung, Stimulanz, Sicherheit und Komfort. Mehr dazu in unserem Artikel „Optimierung der Konversionsfaktoren im Anfrage-, Angebots- und Testprozess“.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Suchmaschinenoptimierung zielt auf unbezahlten Traffic über die organischen Treffer von Suchmaschinen. Dabei ist der Begriff „unbezahlt“ missverständlich. Denn die Aufwände für die Suchmaschinenoptimierung durch die eigene Zeit oder einen externen Dienstleister müssen natürlich in die Erfolgsbewertung berücksichtig werden. Zielsetzung und Zielgruppe sind bei SEA und SEO oft ähnlich. Aber sie können sich auch unterscheiden. So könnte für ein Unternehmen über SEA direkte Bestellungen im Online-Shop generiert werden und über SEO sollen Nutzer gewonnen werden, die keine direkte Kaufintention haben, sondern sich zu einem Thema erst einmal informieren wollen.

 

Beispiel

Über SEA werden Keywords mit einem Kaufbezug abgedeckt, also „Produkt XYZ kaufen“ und über SEO könnte man mittels Content-Marketing zu Suchen wie „Produkt XYZ Einsatzmöglichkeiten“ in ein redaktionelles Online-Magazin führen.

 

Display-Marketing

Beim Display-Marketing werden grafische Werbemittel wie Banner oder Videos auf anderen Werbeseiten geschaltet. Es gibt viele Vermarkter, die Werbung auf fremden Websites anbieten. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, über Google Ads Banner und Videos auf anderen Websites über das Google Displaynetzwerk (GDN) zu platzieren. Hier sind mehr als über zwei Millionen Websites verfügbar. Websites im Google Displaynetzwerk erreichen über 90 % der Internetnutzer in aller Welt. Es ist ebenso möglich, auf den teilnehmenden Websites Textanzeigen anstelle von Bannern oder Videos anzuzeigen. Sie können beispielsweise Banner in ausgewählten Blogs schalten oder auf einzelnen Webseiten, die einen thematischen Bezug besitzen. Auch ein demografisches Targeting ist hier möglich. Mehr zum Thema Targeting finden Sie in unserem Artikel „Targeting: Methoden und Lösungsansätze“.

 

Zusätzlich zu den Kosten pro Klick bietet Google ein Abrechnungsmodell für die Anzahl der Darstellungen (engl. Impressions) des Werbemittels. Das CpM-Modell beziffert die Kosten pro tausend Kontakte, egal wie viele Klicks generiert wurden.

 

Aufgrund niedriger Klickraten und direkt generierter Umsätze wird Display-Marketing häufig als unrentabel angesehen. Dabei sollten Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. So liefert Display-Marketing einen mehr oder minder großen Anteil an der Bekanntheit einer Marke, eines Unternehmens oder eines Produktes auch dann, wenn keine Klicks generiert werden.

 

Social-Media-Marketing
Plattformen wie Facebook, Pinterest, Instagram, Twitter, LinkedIn oder XING bieten vielfältige Möglichkeiten für das Performance-Marketing. Dabei ist die bezahlte Werbung über Ads eine schnell umsetzbare Möglichkeit, da man hierfür keine eigene Community im eigenen Kanal aufbauen muss. Häufig geraten sich Mitarbeiter/-innen aus Content und Vertrieb beim Thema Social-Media in die Wolle und finden keinen gemeinsamen Nenner. Dabei unterscheiden sich die Ziele oft nicht, sondern nur die Sichtweisen und das Verständnis. „Von Likes wird man nicht satt!“, wird der Vertriebler sagen und der Social-Media-Manager hat gelernt, das plumpe Werbung in sozialen Netzwerken nicht funktioniert. Hier ist es also besonders wichtig, ein relevantes Set an Kennzahlen zu entwickeln, das die Erwartungen beider Seiten erfüllt.

 

E-Mail-Marketing
Nahezu jedes Unternehmen hat einen Newsletter oder E-Mail-Verteiler. Mit der passenden Strategie kann E-Mail-Marketing eine sehr wichtige Säule im Performance-Marketing sein. Das Gute daran ist der direkte Kontakt zu Ihren Kunden und Interessenten. Sie müssen also kein Geld für Werbung auf fremden Websites und Plattformen ausgeben. Aber Sie müssen einiges dafür tun, Klicks und Umsätze über E-Mail-Marketing zu generieren.

Übersicht der Automationsstrecken bei dem E-Mail-Marketing-Tool CleverReach

Testen Sie aus, was ankommt und gute Ergebnisse liefert. Auch beim E-Mail-Marketing spielt Content-Marketing eine wichtige Rolle. Manchmal müssen Sie erst einmal zeigen, was ein Produkt kann, bevor ein Kaufinteresse geweckt wird. Dann ist eine „KAUF MICH JEEEEEEETZT“-E-Mail nicht der richtige Weg. Newsletter-Abonnenten können regelmäßig über neue Blog-Beiträge oder Rabattkampagnen informiert werden.

 

Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing ist ein stark Performance orientierter Kanal. Einige Website-Betreiber bieten auf Ihrer Website Anzeigenflächen an, in denen Sie einen Link zu Ihrem Angebot platzieren können. Die Zahlung erfolgt nur an den Website-Betreiber, wenn ein vereinbartes Ziel erreicht wird, beispielsweise wenn eine Anfrage generiert wurde oder ein Produkt über diesen Partner verkauft wird. Der Artikel „Affiliate-Marketing für Unternehmen“ liefert Ihnen einen Einstieg in das Thema.

 

Content-Marketing

Content-Marketing bezeichnet eine Kommunikationsstrategie, um mittels nutzwertigen, aber nicht werblichen Informationen die Bekanntheit bei der gewünschten Zielgruppe zu steigern, das Image zu verbessern oder neue Kunden zu gewinnen. Dabei soll der potenzielle Kunde nicht gleich zum Kauf eines Produktes gedrängt werden. Inhalte, die Sie für das Content-Marketing produzieren, lassen sich über viele verschiedene Kanäle verbreiten:

  • Im Online-Magazin, das natürlich auch auf SEO ausgerichtet ist
  • Über die Marketing-Automation und Newsletter im E-Mail-Marketing
  • Im Social-Media-Marketing durch Postings in den eigenen Kanälen und / oder in bezahlten Social-Media-Ads
  • In der PR-Arbeit online und offline
  • Als native Advertising, also bezahlten Beiträgen mit redaktionellem Charakter die auf großen Portalen angeteasert werden

Mehr zum Content-Marketing lesen Sie in unserem Artikel „Content-Marketing mit Ratgebern

Kontrolle über die KPIs

Beim Performance-Marketing müssen Sie die Wirksamkeit Ihrer Kampagnen fortlaufend und lückenlos überprüfen. Gemessen wird die Effektivität Ihrer Werbemittel / Anzeigen, als auch das Verhalten der Nutzer auf Ihrer Website, nachdem sie auf das Werbemittel geklickt haben.

 

Für die Auslieferung / Schaltung Ihrer Anzeigen bieten Ihnen die Werbeplattformen / Vermarkter Statistiken zu Ihren Kampagnen an. In der Kombination der Daten vom Vermarkter und Ihren eigenen Daten des Web-Controllings können Sie zum Beispiel auswerten, wie viele Nutzer Ihre Anzeige gesehen haben, wie viele auf die Anzeige geklickt haben und was sie dann auf Ihrer Website gemacht haben. Bei der Kontrolle gleichen Sie Ziel und Ergebnis miteinander über die KPIs ab. Dabei gibt es allgemein gültige KPIs, die für mehrere Kanäle / Werbeplattformen genutzt werden können und KPIs, die nur für einen speziellen Kanal genützt werden können.

 

Allgemeine KPIs

  • Reichweite / Impressions
  • Klicks
  • Cost per Click, Cost per Lead, Cost per Sale, Cost per Download
  • Konversionsraten
    • Klicks im Verhältnis zu Impressions (Klickrate / auch Click-Through-Rate / CTR genannt)
    • Leads im Verhältnis zu Klicks
    • Sales im Verhältnis zu Klicks
    • Etc.
  • Bounce Rate (Nutzer, die nur eine Seite aufgerufen haben und keine Aktion getätigt haben)

Nicht alle KPIs sind für alle Kanäle gültig. So gibt es die Öffnungsrage nur im E-Mail-Marketing und das Ranking ist vornämlich in der Suchmaschinenoptimierung und eventuell noch in der Suchmaschinenwerbung relevant. Nachfolgend einige Beispiele für KPIs die bei unterschiedlichen Kanälen relevant sind.

 

KPIs der Website

  • Nutzer / Visitors
  • Neue Nutzer / wiederkehrende Nutzer
  • Sitzungen / Visits
  • Seitenaufrufe / Page Views
  • Seitenaufrufe pro Sitzung
  • Verweildauer
  • Absprungrate

KPIs im E-Commerce

  • Sales
  • E-Commerce-Rate (Bestellungen zu Visits)
  • Wert im Warenkorb (Durchschnitt)
  • Warenkorbabbrüche
  • Kosten pro Bestellung (Cost-per-Sale oder Cost-per-Order)
  • Stornoquote

KPIs zu anderen Konversionszielen

  • Anzahl der Konversionen (Abonnenten, Anfragen, Registrierungen, Downloads etc.)
  • Kosten pro Konversion (Cost-per-Lead oder Cost-per-Registration)
  • Konversionsraten

SEA-KPIs

  • Impressions
  • Klicks
  • Qualitätsfaktor
  • Return on Advertising Spend (ROAS)
  • ROI (Return on Investment)
  • Kosten-Umsatz-Relation (KUR)
  • Anteil an möglichen Impressionen

SEO-KPIs

  • Impressions
  • Klicks
  • Klickraten
  • Ranking zu einem Keyword
  • Sichtbarkeitsindizes

Exkurs zum Sichtbarkeitsindex

Achtung beim Umgang mit Sichtbarkeitsindizes. Diese berechneten Werte von Anbietern wie Sistrix oder XOVI zeigen die Sichtbarkeit einer Webseite auf Basis von ausgewählten Suchanfragen. Das ist nur ein Querschnitt an möglichen Suchanfragen. Viele Long-Tail-Suchen sind hier nicht berücksichtigt. Die Sichtbarkeit zeigt auch nicht den Erfolg durch ein Ranking. Ich habe schon einige Unternehmen beraten, die eine sinkende Sichtbarkeit vorwiesen, aber steigende Umsätze durch SEO verzeichnen konnten. Suchen nach „turnschuhe“ und „turnschuhe kaufen“ sind in Suchvolumen und Suchintention unterschiedlich. Das Suchvolumen bei „turnschuhe kaufen“ ist zwar niedriger, aber die Konversionsraten werden wesentlich höher sein. Auf welche Keywords dann die SEO-Strategie ausgerichtet wird, ist aber im Einzelfall zu betrachten und nicht allgemein gültig. Nichtsdestotrotz ist der Sichtbarkeitsindex ein guter Wert zur Beurteilung der SEO-Maßnahmen. Es ist aber eben wichtig zu wissen, wie er zu bewerten und zu nutzen ist.

 

Mehr dazu gibt es hier:

KPIs im Display-Marketing

  • Impressions
  • Sichtbare Impressions
  • Sichtbarkeit Above the fold (sofort im sichtbaren Bereich)
  • Klicks

KPIs im Affiliate-Marketing

Je nach Ziel Ihres Partnerprogramms, sind hier klassische KPIs wie Klicks, Sales, Cost-per-Sale relevant.

  • Impressions
  • Klicks
  • Leads
  • Sales
  • Konversionsraten
  • ROI (Return on Investment)
  • Stornoquoten

Exkurs zu Stornoquoten beim Affiliate-Marketing

Gerade im Affiliate-Marketing ist es wichtig, die Stornierungen und die Stornoquote im Blick zu behalten. Denn die Provisionen sollten nur für Bestellungen gezahlt werden, die nicht storniert worden sind. Entsprechend sollten Sie schauen, welche Partner unverhältnismäßig hohe Sales und Stornoquoten vorweisen. Das sollten Sie auf jeden Fall mit den Partnern besprechen. Ein interessantes Beispiel schildere ich in dem Artikel „Nachhaltige Unternehmens- und Markenführung“ im Abschnitt „Nachhaltigkeit und das schnelle Geld im Onlinemarketing“.

 

KPIs im Social-Media-Marketing

  • Follower und Fans
  • Beitragsreichweite / Impressions
  • Klicks
  • Leads
  • Sales
  • Konversionsraten
  • ROI (Return on Investment)
  • Return on Advertising Spend (ROAS)
  • Erwähnungen
  • Engagement
  • Shares
  • Likes
  • Kommentare

Aus dieser Fülle an möglichen KPIs erstellen Sie nun ein Set an Kennzahlen, mit deren Hilfe Sie die Effektivität Ihrer Maßnahmen kontrollieren können. Führen Sie diese aus den unterschiedlichen Tools der Vermarkter und Ihrem Web-Controlling zusammen. Optimal sind fortlaufende Reports in Echtzeit. Je nachdem wie wichtig das Performance-Marketing bei Ihnen angesiedelt ist, reichen Excel-Reports nicht aus und sind nicht praktikabel. Google bietet mit Google Data Studio ein gutes Tool an, um Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und grafisch aufzubereiten. Damit lassen sich hervorragende Dashboards mit verschiedenen Auswertungen erstellen.

Optimierungen im Performence-Marketing

Nach der Kontrolle über die Erfolgsmessung erfolgt die Optimierung der Kampagnen, den genutzten Werbemitteln und den Landeseiten.

 

Prüfen Sie dabei die Performance in den unterschiedlichen Zielgruppen, die Sie durch das Targeting bestimmen. Schauen Sie sich an, welche Werbemittel bei welcher Zielgruppe gut funktionieren und welche nicht. Und natürlich prüfen Sie auch die Performance Ihrer Landeseite. Auch hier prüfen Sie das für die unterschiedlichen Nutzergruppen.

 

Anschließend nehmen Sie Anpassungen zur Optimierung vor:

  • Onlinemarketing-Kanäle, Plattformen und Vermarkter
  • Targeting
  • Werbemittel
  • Budget und Budgetverteilung
  • Landeseiten
  • Anmelde- und Kaufprozesse

Hinweis: Achten Sie darauf, dass Sie erkennen können, welche Anpassungen welchen Effekt hatten. Denn ändern Sie etwas an zwei Stellen, um den Erfolg der Kampagne zu verändern, den Sie mit einer Kennzahl messen, kann das dazu führen, dass Sie gar nicht erkennen, welche Änderung welchen Einfluss hatte. Manchmal heben sich die Effekte gegenseitig auf, sodass Sie denken, das hat nichts gebracht. Dabei war die eine Änderung erfolgreich und die andere Änderung führte zu weniger Erfolg als vorher.

 

Zum Thema Optimierung finden Sie in folgenden Artikeln noch hilfreiche Informationen:

Fazit

Performance-Marketing ist eine Strategie, die fortlaufende Anpassungen erfordert. Sie hebt einzelne Kampagnen in einen geordneten Prozess, der auf eine langfristige Erfolgsmaximierung ausgelegt ist.

Über Markus Mattscheck

Markus MattscheckBetreiber und Chefredakteur von Onlinemarketing-Praxis

 

Markus Mattscheck ist in seinen Tätigkeitsfeldern bereits seit 1995 fest mit dem Internet verdrahtet und verfügt über eine umfassende Marketing-Expertise. Sein Kommunikations- und PR-Background verbindet er mit seinem hohen Grad an technischem Know-how und entwickelt daraus ganzheitliche Onlinemarketing-Strategien. Dieses Wissen teilt er als Autor und schreibt praxisnah und verständlich über Fachthemen aus vielen Bereichen des Onlinemarketings.

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