Definition Behavioral Targeting

Behavioral Targeting setzt auf die Analyse des Surfverhaltens eines Internetnutzers. Hierfür werden zum Beispiel die Klickpfade eines anonymisierten Nutzerprofils analysiert.

 

Hält sich der Nutzer vermehrt auf Websites auf, die sich mit dem Thema „Auto” beschäftigen, können ihm aufgrund dieses in der Vergangenheit liegenden Surfverhaltens Werbeanzeigen von Automobilherstellern eingeblendet werden. Behavioral Targeting beruht auf der Cookie-Technologie, die den Inhalt der vom Nutzer besuchten Websites und seine Interaktion mit Werbebannern analysiert. Auf Basis dieser Daten wird dem Nutzer gezielt eine bestimmte Werbung angezeigt. Die zeitliche Komponente spielt in dem Fall eine entscheidende Rolle: Werbung, die dem Nutzer nach erfolgtem Kauf angezeigt wird, ist für ihn nicht mehr relevant.

FAQs zu Behavioral Targeting

Was ist Behavioral Targeting?

Behavioral Targeting (verhaltensbasierte Werbung) ist eine Werbestrategie, bei der Anzeigen basierend auf dem bisherigen Online-Verhalten eines Nutzers ausgespielt werden. Statt Werbung nur nach dem Inhalt einer Seite zu schalten, werden Daten wie besuchte Webseiten, Suchanfragen und Klickpfade genutzt, um ein Interessenprofil des Nutzers zu erstellen.

Wie funktioniert Behavioral Targeting technisch?

Der Prozess basiert auf der Identifizierung von Nutzergruppen:

  • Datenerfassung: Über Cookies, Zählpixel oder Browser-Fingerprinting werden Interaktionen aufgezeichnet.
  • Profilbildung: Algorithmen analysieren die Daten und ordnen den Nutzer bestimmten Segmenten zu (z. B. "Sportbegeistert" oder "Reiseinteressiert").
  • Anzeigenschaltung: Wenn der Nutzer eine am Netzwerk angeschlossene Seite besucht, wird eine Anzeige ausgespielt, die zu seinem Profil passt.

Was ist der Unterschied zwischen Behavioral und Contextual Targeting?

Beim Contextual Targeting richtet sich die Werbung nach dem aktuellen Inhalt der Seite (z. B. Laufschuh-Werbung in einem Artikel über Marathons). Behavioral Targeting hingegen folgt dem Nutzer: Er sieht die Laufschuh-Werbung auch dann, wenn er sich gerade ein Kochrezept ansieht, weil sein Profil ihn als Sportler identifiziert hat.

Welche Vorteile bietet verhaltensbasierte Werbung?

Sowohl Werbetreibende als auch Nutzer profitieren von einer höheren Relevanz:

  • Höhere Conversion-Rate: Anzeigen werden Personen gezeigt, die bereits Interesse an ähnlichen Themen gezeigt haben.
  • Weniger Streuverluste: Das Werbebudget wird effizienter eingesetzt.
  • Bessere User Experience: Nutzer erhalten weniger irrelevante Werbung und sehen stattdessen Angebote, die ihren tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen.

Wie steht Behavioral Targeting im Einklang mit der DSGVO?

Seit Einführung der DSGVO und des ePrivacy-Gesetzes ist Behavioral Targeting streng reguliert. Die Verarbeitung personenbezogener Daten für Werbezwecke erfordert eine explizite und informierte Einwilligung des Nutzers (Opt-in via Cookie-Banner). Zudem haben Nutzer das Recht auf Auskunft und Löschung ihrer Profile.

letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026

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