Definition Contextual Targeting (Kontext-Targeting, Contextual Advertising)

Contextual Targeting wird auch Kontext-Targeting oder Contextual Advertising genannt und zeigt Onlinewerbung auf Basis von Schlagwörtern (engl. Keywords) und Kontext innerhalb redaktioneller Umfelder.

Bei dieser Methode wird Werbung nach dem Auftreten bestimmter Schlagwörter platziert. Taucht das vorab festgelegte Keyword auf einer einzelnen Webseite auf, wird die entsprechende Anzeige platziert. So werden Werbeanzeigen eines Automobilherstellers beispielsweise neben „Formel 1”-Berichten geschaltet. Liest der Nutzer einen Artikel zu einem bestimmten Thema, wird er mit der passenden Werbung konfrontiert. Problematisch ist die Methode dann, wenn die Keywords in einem negativen Kontext auftreten: Das Wort „Formel 1” kann zum Beispiel in Zusammenhang mit einem dramatischen Rennunfall vorkommen. Die Werbeanzeige kann durch diese Fehlplatzierung so eine eher negative Reaktion des potenziellen Kunden auslösen.

 

Eine Weiterentwicklung von Contextual Targeting ist semantisches Targeging, das Inhalte semantisch analysiert und die enthaltenen Schwerpunktthemen bestimmt.

FAQs zu Contextual Targeting

Was ist Contextual Targeting?

Contextual Targeting (Kontext-Targeting) ist eine Werbestrategie, bei der Anzeigen basierend auf dem Inhalt der aktuell besuchten Webseite ausgespielt werden, statt auf dem Nutzerprofil oder dem vorherigen Surf-Verhalten. Wenn Sie beispielsweise einen Artikel über Wanderschuhe lesen, zeigt Ihnen das System Anzeigen für Outdoor-Ausrüstung an.

Contextual vs. Behavioral Targeting: Wo ist der Unterschied?

Der Unterschied liegt im Fokus der Ansprache:

  • Behavioral Targeting: Folgt dem Nutzer (via Cookies) und zeigt Werbung basierend auf dessen Historie (z. B. "Nutzer hat gestern nach Autos gesucht").
  • Contextual Targeting: Konzentriert sich auf das Umfeld. Es ist egal, wer der Nutzer ist – entscheidend ist, dass das Thema der Seite zur Anzeige passt.

Wie funktioniert Contextual Targeting technisch?

Modernes Contextual Targeting nutzt Künstliche Intelligenz und Natural Language Processing (NLP). Das System scannt nicht nur einfache Keywords, sondern versteht die Semantik und den Kontext einer Seite. Es erkennt den Unterschied, ob es in einem Artikel um "Jaguar" (das Tier) oder "Jaguar" (die Automarke) geht, und platziert die Werbung entsprechend präzise.

Warum ist Kontext-Targeting heute so wichtig?

Durch das Ende der Drittanbieter-Cookies (3rd Party Cookies) und strengere Datenschutzgesetze (wie die DSGVO) ist das klassische nutzerbasierte Tracking schwieriger geworden. Contextual Targeting benötigt keine persönlichen Daten oder Cookies, was es zu einer 100 % datenschutzkonformen Lösung macht, die dennoch eine hohe Relevanz für den Nutzer bietet.

Welche Vorteile bietet Contextual Advertising für Marken?

Neben der DSGVO-Konformität bietet es zwei große Vorteile:

  • Brand Safety: Marken können sicherstellen, dass ihre Anzeigen nicht in einem negativen Umfeld (z. B. Nachrichten über Unfälle) erscheinen.
  • Höhere Akzeptanz: Da die Werbung zum aktuellen Interesse des Nutzers passt, wird sie als weniger störend und hilfreicher wahrgenommen, was die Klickrate (CTR) positiv beeinflussen kann.

letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026

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