Definition Kontaktanalyse

Die Kontaktanalyse bezeichnet die systematische Auswertung und Bewertung von Kontakten zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden, Interessenten oder Nutzern. Ziel der Kontaktanalyse ist es, zu verstehen, wann, wie häufig und über welche Kanäle Kontakte zustande kommen und welche Qualität diese Kontakte haben. Der Begriff wird vor allem im Marketing, Vertrieb und Customer-Relationship-Management (CRM) verwendet und dient dazu, Kommunikationsmaßnahmen gezielt zu optimieren.

Ein „Kontakt“ kann dabei sehr unterschiedlich definiert sein: Er reicht von einem Website-Besuch über das Öffnen eines Newsletters bis hin zu einem persönlichen Gespräch oder einer Anfrage über ein Kontaktformular. Die Kontaktanalyse hilft, diese Berührungspunkte strukturiert zu erfassen und auszuwerten.

Ziel und Zweck der Kontaktanalyse

Das zentrale Ziel der Kontaktanalyse besteht darin, Kundenbeziehungen besser zu verstehen und gezielt zu steuern. Unternehmen möchten nachvollziehen, welche Maßnahmen tatsächlich zu Kontakten führen und welche davon relevant oder erfolgversprechend sind. Dadurch lassen sich Marketing- und Vertriebsaktivitäten effizienter gestalten.

Darüber hinaus dient die Kontaktanalyse dazu, Streuverluste zu reduzieren. Anstatt viele ungezielte Kontakte zu erzeugen, können Unternehmen ihre Ressourcen auf Kanäle und Maßnahmen konzentrieren, die qualitativ hochwertige Kontakte liefern. Langfristig trägt dies zu einer besseren Kundenansprache, höheren Abschlussquoten und einer stärkeren Kundenbindung bei.

Arten von Kontakten

Im Rahmen der Kontaktanalyse werden unterschiedliche Kontaktarten unterschieden. Direkte Kontakte entstehen beispielsweise durch persönliche Gespräche, Telefonate oder individuelle E-Mail-Anfragen. Sie sind oft besonders wertvoll, da sie auf ein konkretes Interesse hindeuten.

Indirekte Kontakte umfassen Berührungspunkte wie Website-Besuche, Klicks auf Werbeanzeigen, Social-Media-Interaktionen oder Newsletter-Öffnungen. Diese Kontakte sind weniger persönlich, liefern jedoch wichtige Hinweise auf das Verhalten und die Interessen potenzieller Kunden. Beide Kontaktarten spielen in der Analyse eine wichtige Rolle und ergänzen sich gegenseitig.

Kontaktanalyse im Online-Marketing

Im Online-Marketing ist die Kontaktanalyse ein zentrales Instrument zur Erfolgsmessung. Digitale Kanäle ermöglichen eine detaillierte Erfassung von Nutzerinteraktionen, etwa über Tracking-Tools oder Analyse-Software. So kann nachvollzogen werden, über welche Kanäle Nutzer auf ein Angebot aufmerksam werden und welche Schritte sie anschließend ausführen.

Besonders relevant ist die Analyse entlang der sogenannten Customer Journey. Dabei wird untersucht, an welchen Punkten Nutzer mit einem Unternehmen in Kontakt treten, welche Inhalte sie konsumieren und wo es möglicherweise zu Abbrüchen kommt. Diese Erkenntnisse helfen, Schwachstellen zu identifizieren und Kommunikationsprozesse gezielt zu verbessern.

Bedeutung für Vertrieb und Kundenmanagement

Auch im Vertrieb spielt die Kontaktanalyse eine wichtige Rolle. Sie unterstützt dabei, potenzielle Kunden zu priorisieren und Vertriebsaktivitäten gezielt zu steuern. Kontakte mit hoher Relevanz oder Kaufwahrscheinlichkeit können identifiziert und intensiver betreut werden, während weniger aussichtsreiche Kontakte weniger Ressourcen binden.

Im Kundenmanagement hilft die Kontaktanalyse, bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen und weiterzuentwickeln. Durch die Auswertung von Kontaktverläufen lassen sich Bedürfnisse, Probleme oder Zufriedenheitsfaktoren erkennen. Dies bildet die Grundlage für personalisierte Kommunikation und langfristige Kundenbindung.

Kennzahlen und Auswertungsmöglichkeiten

Die Kontaktanalyse arbeitet häufig mit verschiedenen Kennzahlen. Dazu zählen unter anderem die Anzahl der Kontakte, die Kontaktfrequenz, die Herkunft der Kontakte oder die Reaktionsrate auf bestimmte Maßnahmen. Je nach Zielsetzung können auch qualitative Aspekte betrachtet werden, etwa die Tiefe der Interaktion oder die Dauer eines Kontakts.

Die Kombination aus quantitativen und qualitativen Daten ermöglicht eine ganzheitliche Bewertung der Kontaktqualität. So lassen sich nicht nur viele, sondern vor allem relevante und wirkungsvolle Kontakte identifizieren.

Herausforderungen und Grenzen

Eine zentrale Herausforderung der Kontaktanalyse liegt in der korrekten Interpretation der Daten. Nicht jeder Kontakt ist automatisch wertvoll, und hohe Kontaktzahlen allein sagen wenig über den tatsächlichen Erfolg aus. Zudem müssen datenschutzrechtliche Vorgaben beachtet werden, insbesondere bei der Erfassung und Auswertung personenbezogener Daten.

Eine sorgfältige Definition von Kontaktarten und Zielen ist daher entscheidend, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten und fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Im Gegensatz zur reinen Reichweiten- oder Traffic-Analyse fokussiert sich die Kontaktanalyse stärker auf konkrete Interaktionen zwischen Nutzer und Unternehmen. Während Reichweite misst, wie viele Personen potenziell erreicht werden, untersucht die Kontaktanalyse, wie intensiv und relevant diese Kontakte tatsächlich sind. Dadurch liefert sie eine tiefere Grundlage für strategische Entscheidungen.

 

FAQs zur Kontaktanalyse

Was ist eine Kontaktanalyse?

Die Kontaktanalyse ist die systematische Untersuchung aller Berührungspunkte (Touchpoints) zwischen einem Kunden und einem Unternehmen. Dabei wird bewertet, über welchen Kanal der Kontakt zustande kam, welche Intention der Kunde hatte und wie effektiv dieser Kontakt zu einem Geschäftsabschluss oder einer Problemlösung beigetragen hat.

Warum ist die Kontaktanalyse wichtig?

Sie hilft Unternehmen dabei, ihr Marketingbudget effizienter einzusetzen. Durch die Analyse wird deutlich, welche Kontaktwege (z. B. Telefon, Chat, E-Mail oder Social Media) die höchste Erfolgsquote haben und an welcher Stelle in der Customer Journey Kunden den Kontakt abbrechen. Dies ermöglicht eine gezielte Optimierung der Kommunikation.

Welche Kanäle werden untersucht?

Eine moderne Kontaktanalyse im Jahr 2026 verfolgt einen Omnichannel-Ansatz. Untersucht werden unter anderem:

  • Digitale Kanäle: Website-Interaktionen, Instant Messaging und E-Mails.
  • Telefonie: Gesprächsdauer, Wartezeiten und Anlass des Anrufs.
  • Social Media: Kommentare, Direktnachrichten und Erwähnungen.
  • Physische Kontakte: Besuche in Filialen oder auf Messen (sofern messbar).

Kontaktanalyse vs. Lead-Scoring?

Während die Kontaktanalyse den Kommunikationsprozess und die Kanalqualität an sich bewertet, nutzt das Lead-Scoring diese Daten, um den potenziellen Kunden (den Lead) zu bewerten. Die Kontaktanalyse liefert also die Datenbasis, auf der entschieden wird, wie wertvoll ein Kontakt für den Vertrieb ist.

Wie verändert KI die Kontaktanalyse?

KI-gestützte Systeme ermöglichen heute eine Sentiment-Analyse in Echtzeit. Die Software erkennt nicht nur, dass ein Kontakt stattgefunden hat, sondern auch die emotionale Stimmung des Kunden. Zudem können KI-Modelle vorhersagen, welcher nächste Kontakt (Next Best Action) die höchste Wahrscheinlichkeit hat, den Kunden zufrieden zu stellen oder zum Kauf zu führen.

letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026

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