Pay per View (PPV) ist ein Abrechnungsmodell, bei dem für das einzelne Ansehen eines Inhalts oder einer Werbeeinblendung bezahlt wird. Der Begriff wird in zwei unterschiedlichen Kontexten verwendet: zum einen im Bereich digitaler Werbung, zum anderen bei kostenpflichtigen Medieninhalten wie Live-Übertragungen oder Streaming-Events. In beiden Fällen steht die tatsächliche Sichtung im Mittelpunkt der Vergütung.
Im Onlinemarketing beschreibt Pay per View meist ein Modell, bei dem Werbetreibende für jede Einblendung ihrer Anzeige zahlen. Im Medienbereich hingegen zahlen Nutzer selbst, um einen bestimmten Inhalt – etwa ein Sportereignis oder ein Konzert – einmalig ansehen zu können.
Im Werbekontext bedeutet Pay per View, dass Kosten entstehen, sobald eine Anzeige einem Nutzer angezeigt wird. Häufig wird hier auch der Begriff Cost per Mille (CPM) verwendet, bei dem die Abrechnung pro tausend Sichtkontakte erfolgt. Das Grundprinzip ist jedoch identisch: Die Vergütung basiert auf der Anzahl der Views, nicht auf Klicks oder Conversions.
Damit eignet sich PPV vor allem für Kampagnen, bei denen Reichweite und Markenbekanntheit im Vordergrund stehen. Werbetreibende möchten möglichst viele potenzielle Kunden erreichen, ohne zwingend eine direkte Interaktion zu erwarten.
Im Medienumfeld bezeichnet Pay per View ein Geschäftsmodell, bei dem Nutzer für den einmaligen Zugriff auf einen bestimmten Inhalt bezahlen. Typische Beispiele sind Live-Sportveranstaltungen, Boxkämpfe, Konzerte oder exklusive Filmpremieren. Der Zugang wird nach Zahlung freigeschaltet und ist häufig zeitlich begrenzt.
Dieses Modell ermöglicht es Anbietern, besonders gefragte Inhalte separat zu vermarkten, ohne ein langfristiges Abonnement vorauszusetzen. Nutzer zahlen nur für das Ereignis, das sie tatsächlich sehen möchten.
Im Online-Marketing wird Pay per View häufig im Display-Advertising oder bei Videoanzeigen eingesetzt. Unternehmen schalten Banner oder Videospots auf Websites, in Apps oder auf Streaming-Plattformen, um ihre Markenbotschaft breit zu streuen.
Im Entertainment-Bereich wird PPV vor allem bei exklusiven Großereignissen genutzt. Sportübertragungen, insbesondere im Kampfsport oder Wrestling, gelten als klassische Anwendungsfälle. Auch im digitalen Streaming-Bereich gewinnt das Modell zunehmend an Bedeutung.
Ein wesentlicher Vorteil von PPV im Werbebereich ist die hohe Reichweite. Da jede Anzeigeeinblendung gezählt wird, können Marken schnell eine große Anzahl potenzieller Kunden erreichen. Dies ist besonders relevant für Branding-Kampagnen.
Im Medienbereich bietet PPV die Möglichkeit, hohe Einzelumsätze pro Event zu erzielen. Anbieter können exklusive Inhalte gezielt monetarisieren, während Nutzer flexibel entscheiden, für welche Inhalte sie bezahlen möchten.
Im Online-Marketing sagt eine reine View-Zahl wenig über das tatsächliche Interesse aus. Eine Anzeige kann zwar eingeblendet werden, ohne dass sie bewusst wahrgenommen wird. Daher werden häufig zusätzliche Kennzahlen wie Sichtbarkeitsraten oder Interaktionen herangezogen, um die Wirkung besser zu bewerten.
Im Medienbereich kann die Zahlungsbereitschaft der Nutzer eine Hürde darstellen. Hohe Preise pro Event können potenzielle Zuschauer abschrecken, während zu niedrige Preise die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen.
Im Vergleich zu Pay per Click (PPC) oder Pay per Sale (PPS) basiert Pay per View ausschließlich auf der Sichtung. Während PPC eine aktive Interaktion voraussetzt und PPS erst beim Kauf greift, genügt bei PPV die Einblendung oder das einmalige Ansehen eines Inhalts.
Dadurch eignet sich PPV besonders für Maßnahmen im oberen Bereich des Marketing-Funnels, bei denen Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit im Mittelpunkt stehen.
Pay per View (PPV) ist ein Abrechnungsmodell, das auf der tatsächlichen Anzeige oder dem einmaligen Ansehen eines Inhalts basiert. Es findet sowohl im Online-Marketing als auch im Medien- und Streaming-Bereich Anwendung. Während im Werbekontext Reichweite und Markenpräsenz im Vordergrund stehen, dient PPV im Entertainment-Bereich der gezielten Monetarisierung exklusiver Inhalte. Trotz seiner Reichweitenstärke sollte das Modell stets im Zusammenspiel mit weiteren Kennzahlen betrachtet werden.
Pay per View (PPV) ist ein Bezahlmodell für Medieninhalte, bei dem der Nutzer für den Zugriff auf ein einzelnes Ereignis oder einen spezifischen Inhalt bezahlt. Im Gegensatz zu Pauschalangeboten wird hier nur die tatsächliche Nutzung ("pro Ansicht") abgerechnet. Dies ist besonders bei exklusiven Live-Übertragungen oder Film-Neuerscheinungen üblich.
Die Modelle unterscheiden sich in der Zugriffsdauer und Kostenstruktur:
PPV hat sich in verschiedenen Nischen fest etabliert:
Im digitalen Marketing spricht man häufiger von CPV (Cost per View). Während PPV bedeutet, dass der Zuschauer bezahlt, bedeutet CPV, dass der Werbetreibende für das Anschauen seines Video-Ads bezahlt. Ein "View" wird dabei oft erst gewertet, wenn der Nutzer das Video für eine bestimmte Mindestdauer (z. B. 30 Sekunden) gesehen hat.
Für ein erfolgreiches PPV-Angebot sind 2026 drei Komponenten entscheidend:
letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026
|
Weiterführende Artikel zu "Pay per View (PPV)":
In Verbindung stehende Glossar-Einträge:
Bezahlmodelle, Cost per Click (CPC) , Cost per Lead (CPL) , Cost per Mille (CPM) , Cost per Order (CPO), Key Performance Indicator (KPI), Pay per Click (PPC), Pay per Sale (PPS) / Pay per Order (PPO), Pay per SignUp , Pay per Lead (PPL), Pay per Link, Pay per Install , Tausend-Kontakt-Preis (TKP)
|