Definition Cost per Lead (CPL)

Der Cost-per-Lead (CPL) ist eine zentrale Kennzahl im Onlinemarketing, die angibt, wie viel ein Unternehmen durchschnittlich ausgibt, um einen qualifizierten Interessenten (einen sogenannten „Lead“) zu gewinnen. Im Gegensatz zum reinen Klick (CPC) steht beim CPL die tatsächliche Übermittlung von Kontaktdaten im Vordergrund. Ein Lead ist somit eine Vorstufe zum zahlenden Kunden und signalisiert ein konkretes Interesse am Angebot.

Berechnung des CPL

Die Ermittlung des CPL ist essenziell, um die Rentabilität von Marketing-Kanälen zu bewerten. Zur Berechnung werden die gesamten Kosten einer Kampagne durch die Anzahl der daraus resultierenden Leads geteilt:

  • Kosten / Anzahl der generierten Leads

Investiert ein Unternehmen beispielsweise 1.500 € in eine LinkedIn-Kampagne und gewinnt daraus 30 Kontaktanfragen, liegt der CPL bei 50 €. Ob dieser Wert „gut“ ist, hängt massiv von der Branche und dem potenziellen Kundenwert (Customer Lifetime Value) ab.

Bedeutung: Qualität vor Quantität

Während ein niedriger CPL oft angestrebt wird, ist die Qualität der Leads entscheidend. Ein sehr günstiger Lead, der kein echtes Kaufinteresse hat, kann am Ende teurer sein als ein hochpreisiger Lead, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Kunden wird. Moderne Marketer setzen daher auf „Lead Scoring“, um die Werbeausgaben gezielt dort zu investieren, wo die wertvollsten Kontakte entstehen.

Praxisbeispiele für das CPL-Modell

Je nach Marketing-Strategie kann ein Lead unterschiedliche Formen annehmen:

  • B2B-Bereich: Ein Nutzer füllt ein Formular aus, um ein ausführliches Whitepaper oder eine Fallstudie herunterzuladen.
  • Dienstleistungen: Die Vereinbarung eines kostenlosen Erstberatungsgesprächs über ein Online-Termintool.
  • E-Commerce: Die Anmeldung zu einem Newsletter im Austausch gegen einen Rabattcode.
  • Software (SaaS): Die Registrierung für eine kostenlose 14-tägige Testversion eines Tools.

Zusammenfassend ist der CPL die wichtigste Steuerungsgröße für Unternehmen, deren Vertriebsprozess auf Beratung oder längeren Entscheidungsphasen basiert, da er die Effizienz der Kundengewinnung transparent macht.

 

FAQs zu Cost-per-Lead (CPL)

Was ist der Cost-per-Lead (CPL)?

Der Cost-per-Lead (CPL) ist eine Kennzahl im Onlinemarketing, die angibt, wie viel ein Unternehmen durchschnittlich ausgibt, um einen neuen potenziellen Kundenkontakt (einen "Lead") zu gewinnen. Ein Lead kann beispielsweise eine Newsletter-Anmeldung, eine Anfrage über ein Kontaktformular oder die Registrierung für ein Webinar sein.

Wie berechnet man den CPL?

Zur Berechnung teilt man die Gesamtausgaben für eine Marketing-Kampagne durch die Anzahl der daraus resultierenden Leads. Die Formel lautet:

$$\text{CPL} = \frac{\text{Gesamtkosten der Kampagne}}{\text{Anzahl der generierten Leads}}$$

Beispiel: Investieren Sie 500 Euro in LinkedIn-Anzeigen und erhalten dadurch 20 qualifizierte Kontaktanfragen, beträgt der CPL 25 Euro.

CPL, CPC und CPA: Wo liegen die Unterschiede?

Diese Kennzahlen beschreiben unterschiedliche Stufen des Funnels:

  • CPC (Cost-per-Click): Kosten für einen einfachen Klick auf eine Anzeige (Besucher).
  • CPL (Cost-per-Lead): Kosten für die Gewinnung von Kontaktdaten (Interessent).
  • CPA (Cost-per-Acquisition): Kosten für einen tatsächlichen Abschluss oder Kauf (Kunde).

Was gilt als ein guter Cost-per-Lead?

Ein "guter" CPL ist extrem branchenabhängig. Während im B2C-Bereich (z. B. Gewinnspiele) CPLs von unter 5 Euro üblich sind, können sie im komplexen B2B-Umfeld (z. B. Software-Lösungen) bei 50 bis 200 Euro liegen. Entscheidend ist die Qualität: Ein teurer Lead, der zu einem hohen Abschluss führt, ist wertvoller als zehn günstige Leads ohne Kaufabsicht.

Wie lässt sich der CPL optimieren?

Um die Kosten pro Lead zu senken, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026

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