Eye-Tracking (dt. Blickverlaufsmessung) ist eine Methode zur Messung und Verbesserung der Usability (dt. Nutzerfreundlichkeit).
Durch eine im bzw. vor dem Monitor platzierte Infrarottechnik (abhängig vom System) ist es während einer Eye-Tracking-Sitzung möglich, sämtliche relevanten Daten wie Augenbewegungen (Fixationen / Sakkaden), Blickverläufe, aber auch Mausbewegungen und Klicks zu erfassen. Dadurch lassen sich u.a. das Suchverhalten und die Aufmerksamkeitsdauer einer Testperson bei der Nutzung einer Anwendung ermitteln und so objektivere Rückschlüsse über weitgehend unbewusste Wahrnehmungs-, Aufmerksamkeits- und Informationsverarbeitungsprozesse ermöglicht.
Kombiniert mit Beobachtungs- und Befragungsdaten unterstützen Blickbewegungs- / Blickverlaufsmessungen die Interpretation des Nutzerverhaltens und liefern wertvolle Hinweise auf inhaltliche und gestalterische Optimierungsansätze.
Weitere Methoden zur Messung der Usability finden Sie in dem Artikel "16 Methoden zur Messung der Usability".
Eye-Tracking (deutsch: Blickverlaufsmessung) ist eine Technologie, die die Augenbewegungen einer Person erfasst und aufzeichnet. So lässt sich exakt bestimmen, worauf eine Testperson schaut, wie lange sie einen Punkt fixiert und in welcher Reihenfolge sie visuelle Elemente wahrnimmt. Es ist eine Schlüsselmethode, um die Aufmerksamkeit auf Websites, Anzeigen oder in physischen Umgebungen objektiv zu messen.
Moderne Eye-Tracker nutzen meist Infrarot-Lichtquellen und hochauflösende Kameras. Das Licht wird vom Auge reflektiert, und die Sensoren berechnen anhand der Reflexionen auf der Hornhaut (Cornea) und der Position der Pupille den genauen Blickpunkt auf dem Bildschirm. Dieses Verfahren nennt man Pupil Center Corneal Reflection (PCCR).
Die gewonnenen Daten werden meist in zwei Formen visualisiert:
Eye-Tracking liefert Antworten auf kritische UX-Fragen, die durch reine Klick-Daten nicht sichtbar sind:
Im Jahr 2026 unterscheiden wir zwischen:
letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
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