Definition Aufgabenanalyse (Task Analysis)

Eine Aufgabenanalyse ist eine Methode zur Messung und Verbesserung der Usability (dt. Nutzerfreundlichkeit).

Die Ergebnisse der Aufgabenanalyse bilden die notwendige Grundlage für einen nutzerzentrierten Entwicklungsprozess. Bei der Aufgabenanalyse steht der Einsatzbereich der Website im Vordergrund. Es werden die typischen Aufgaben mit ihren Prioritäten sowie die dazu notwendige Qualifikation der Anwender analysiert. Weiterhin gilt es, die typische Zielgruppe, deren Verhaltensmuster und ihre Charakteristiken zu ermitteln. Aus all diesen Angaben werden später Modelle (z. B. in Form von Szenarien oder Use Cases) erstellt, um Raum für Verbesserungen aufzuzeigen.

Weitere Methoden zur Messung der Usability finden Sie in dem Artikel "16 Methoden zur Messung der Usability".

FAQs zur Aufgabenanalyse (Task Analysis)

Was ist eine Aufgabenanalyse (Task Analysis)?

Die Aufgabenanalyse ist eine Methode aus der Benutzerforschung, bei der untersucht wird, wie Anwender eine bestimmte Aufgabe ausführen, um ein Ziel zu erreichen. Dabei werden die einzelnen Schritte, Werkzeuge und kognitiven Belastungen analysiert, um Schwachstellen im Prozess zu identifizieren und die Effizienz eines Systems zu steigern.

Welche Ziele verfolgt die Aufgabenanalyse im UX-Design?

Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem mentalen Modell des Nutzers und dem tatsächlichen Systemablauf zu verringern. Sie hilft dabei:

  • Überflüssige Schritte im Workflow zu eliminieren.
  • Die Informationsarchitektur an reale Nutzungsszenarien anzupassen.
  • Die Usability durch eine logische Abfolge von Interaktionen zu verbessern.

Was ist der Unterschied zwischen HTA und kognitiver Aufgabenanalyse?

Die Hierarchische Aufgabenanalyse (HTA) zerlegt eine komplexe Aufgabe in physische Teilschritte und Unteraufgaben (Was tut der Nutzer?). Die kognitive Aufgabenanalyse konzentriert sich hingegen auf die mentalen Prozesse, wie Entscheidungsfindung, Gedächtnisleistung und Problemlösung (Was denkt der Nutzer?).

Wie führt man eine Aufgabenanalyse durch?

Ein typischer Ablauf umfasst folgende Phasen:

  1. Datenerhebung: Beobachtung von Nutzern oder Interviews (Contextual Inquiry).
  2. Zerlegung: Aufteilen der Hauptaufgabe in kleinere Teilaufgaben.
  3. Dokumentation: Erstellung von Flowcharts oder Diagrammen.
  4. Validierung: Überprüfung der Ergebnisse mit Fachexperten oder echten Anwendern.

Warum ist die Aufgabenanalyse für die Barrierefreiheit wichtig?

Durch die Aufgabenanalyse wird sichtbar, an welchen Stellen Nutzer mit Einschränkungen (z. B. motorisch oder visuell) auf Hürden stoßen könnten. So lässt sich sicherstellen, dass kritische Pfade – wie ein Checkout-Prozess – auch mit Hilfsmitteln wie Screenreadern oder Tastaturbedienung reibungslos durchlaufen werden können.

letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026

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